Chronik

"Beraterin aus Japan" zockte Salzburger ab - 100.000 Euro Schaden

Schaden in Höhe von mehr als 100.000 Euro ist einem Salzburger durch einen Internetbetrug entstanden - diesmal war es kein "Lovescam", sondern eine fingierte Kryptowährungsinvestition.

Symbolbild. SN/AFP
Symbolbild.

Ein 43-jähriger Flachgauer ist im Zeitraum zwischen 23. November 2021 und 3. Jänner 2022 Opfer eines Internetbetrugs geworden. Der Mann war von einer Frau, die sich als reiche japanische Anlageberaterin ausgab, überzeugt worden, über das Internet mit Kryptowährung in Aktien zu investieren. Dem Opfer wurden hohe Gewinne in Aussicht gestellt.

Und tatsächlich floss Geld: Der Flachgauer investierte zunächst niedrige Beträge und erhielt dafür Auszahlungen. Und folglich schnappte die Falle zu: Die Täterin überredete nun den Flachgauer, eine höhere Summe zu investieren. Kaum hatte er dies getan, brach der Kontakt zur vermeintlichen Anlageberaterin ab. Der Flachgauer erstattete nun Anzeige bei der Polizei. Das Opfer erlitt durch die Tat einen Schaden von 100.000 Euro.

Der 43-Jährige ist einer von Tausenden Betrugsgeschädigten, die gerissenen Cyberkriminellen auf den Leim gegangen waren. Die Zahl der Straftaten ist zuletzt durch die Decke gegangen - auch pandemiebedingt. Viele Kriminelle arbeiten quasi im Homeoffice. 2020 wurden im Bereich Internetkriminalität in Salzburg 1842 Anzeigen erstattet - gut ein Viertel mehr als noch 2019.

Das Innenministerium hat auf diesen Trend reagiert. Im Bundeskriminalamt gibt es mittlerweile ein "Cybercrime-Kompetenzcenter". Die Zahl der aktuell tätigen 60 Beamten soll auf 128 aufgestockt werden.

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