Chronik

Berchtesgaden: Fünf Verletzte nach Explosion in Salzbergwerk

In Berchtesgaden im benachbarten Bayern ist es gegen 8 Uhr früh bei Schweißarbeiten zu einer Explosion in einem Bohrspülwerk gekommen. Zumindest drei Bergmänner dürften dabei Verbrennungen erlitten haben und wurden in Spezialkliniken geflogen. Zwei weitere Arbeiter wurden leicht verletzt.

Wie Stefan Scharf, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd erklärte, kam es bei Schweißarbeiten in einem Bohrspülwerk etwa 900 Meter tief im Inneren des Bergwerks zu einer Explosion bzw. einer Verpuffung. Dabei seien laut Bayerischem Roten Kreuz (BRK) insgesamt fünf Bergleute verletzt worden. Sofort sei eine Vielzahl an Einsatzkräften alarmiert worden, darunter auch Kräfte aus Salzburg. Das Salzbergwerk sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht für Besucher geöffnet gewesen. Es blieb am Mittwoch ganztägig geschlossen. "Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung", sagte Scharf. Die Explosion habe sich außerdem in einem Bereich des Bergwerkes ereignet, der für Besucher ohnehin nicht zugänglich sei. Das Schaubergwerk soll ab Donnerstag wieder geöffnet sein.

Schwerverletzte in Spezialkliniken gebracht

Zumindest drei Bergmänner haben bei der Explosion Verbrennungen erlitten. Diese seien - soweit derzeit bekannt - nicht lebensgefährlich, schildert e der Polizeisprecher. Die Leitstelle Traunstein schickte laut BRK ein Großaufgebot an Rettungskräften zum Unglücksort, darunter vier Rettungswagen aus Bad Reichenhall, Salzburg und Hallein, den Berchtesgadener Notarzt und drei Hubschrauber aus Salzburg, Zell am See und Murnau. Die Schwerverletzten seien zu weiter entfernten Spezialkliniken für Brandverletzte geflogen worden: "Christophorus 6" flog einen Schwerverletzten nach Salzburg, "Heli Alpin 6" einen weiteren nach München-Bogenhausen und "Christoph Murnau" den dritten nach Murnau. Die beiden Leichtverletzten wurden mit Rettungswagen zur Behandlung in die Kreisklinik nach Berchtesgaden gebracht.

Kriminalpolizei ermittelt

Die Grubenwehr führte nach dem Unfall Messungen im Bergwerk durch. Auch ein Kriseninterventionsteam war vorsichtshalber vor Ort. Die Kriminalpolizei Traunstein führt nun die Untersuchungen zum Unfallhergang durch. "Zum jetzigen Zeitpunkt können dazu noch keine Aussagen getroffen werden", sagte Polizeisprecher Scharf.

Quelle: SN

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