Chronik

Berchtesgaden: Schulgebäude brannte im nächtlichen Feuerinferno ab

Großeinsatz für die Feuerwehren im Asthmazentrum auf der Buchenhöhe in Berchtesgaden im benachbarten Bayern. Alle Internatsschüler blieben unverletzt. Unterstützung kam aus Hallein und Bad Dürrnberg.

Die Brandmeldeanlage schlug am Freitag kurz vor drei Uhr in der Nacht an, wenig später wählten einige Anrainer den Notruf: "Die Christophorus-Schule auf der Buchenhöhe steht im Vollbrand." Als die ersten Löschmannschaften aus den umliegenden bayrischen Orten am entlegenen Brandort im Gebiet des Obersalzbergs eintrafen, schlugen die Flammen bereits meterhoch aus dem Schulgebäude. Der Einsatzleiter erhöhte sofort die Alarmstufe. Minuten später schrillte auch im benachbarten Bad Dürrnberg und in Hallein der Alarm für die Salzburger Feuerwehren. Josef Tschematschar, Ortsfeuerwehrkommandant von Hallein, schilderte: "Wir sind sofort mit der Drehleiter, Tanklöschfahrzeugen und Atemschutz, in Summe mit 43 Mann, ausgerückt. Unsere Aufgabe war es vorrangig, die nahen Nebengebäude des brennenden Schulgebäudes vor einem Übergreifen des Feuers zu schützen."

Halleins Kommandant Josef Tschematschar: „Wir sind sofort mit der Drehleiter, Tanklöschfahrzeugen und Atemschutz, in Summe mit 43 Mann, ausgerückt.“ SN/robert ratzer
Halleins Kommandant Josef Tschematschar: „Wir sind sofort mit der Drehleiter, Tanklöschfahrzeugen und Atemschutz, in Summe mit 43 Mann, ausgerückt.“

Bei Temperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt hatten die Löschmannschaften auch mit Problemen der Wasserversorgung zu kämpfen. Einerseits legten sie eine Schlauchleitung zum nahen Larosbach, andererseits mussten sie einen Pendelverkehr über die Scharitzkehlstraße mit Tankfahrzeugen einrichten. Zusätzlich Löschwasser pumpten sie noch aus dem Schwimmbad eines Luxushotels. Erst nach rund zwölf Stunden waren die letzten Glutnester in dem völlig ausgebrannten Schulgebäude, in dem viel Holz sowie Rigipswände verbaut war, eingedämmt. Am Nachmittag begannen Brandermittler vom Landeskriminalamt München sowie der Kripo in Traunstein mit ersten Ermittlungen am Brandort.

Ernsthaft verletzt sei niemand, so die Auskunft des Roten Kreuzes. Sanitäter und der Berchtesgadener Notarzt hätten sechs geschockte, frierende und internistisch erkrankte Schüler ambulant vor Ort versorgen

Der Schulbetrieb in der Grund- und Mittelschule des Asthmazentrums Buchenhöhe fällt vorerst bis Dienstag aus. Viele der rund 100 Internatsschüler haben mittlerweile die Heimreise angetreten, andere wurden in Ausweichquartieren untergebracht, da das Feuer auch die zentrale Heizanlage des Schul- und Internatsbereiches zerstört hat. Die Polizei schätzte den Brandschaden vorerst auf rund zwei Millionen Euro.

Im Feuerinferno brannte das Schulgebäude völlig aus. Die bayrische Feuerwehr bekam Unterstützung aus Hallein und Dürrnberg. SN/leitner/brk bgl
Im Feuerinferno brannte das Schulgebäude völlig aus. Die bayrische Feuerwehr bekam Unterstützung aus Hallein und Dürrnberg.

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