Chronik

Bergretter mussten sechs Menschen aus dem Birgkar retten

Klettersteiggeher hatten den Königsjodler auf den Hochkönig bei Mühlbach verlassen und waren für das Kar unzureichend ausgerüstet.

"Bereits am Freitag in der Nacht kam um 23 Uhr eine Alarmierung", schildert Thomas Knöpfler, der Ortsstellenleiter der Bergrettung in Mühlbach die Situation. "Auf etwa 2100 Meter Höhe konnten vier Polen auf einem Schneefeld im Birgkar nicht mehr weiter. Sie hatten die Orientierung nach einem Notausstieg aus dem Klettersteig Königsjodler komplett verloren. Bei ihrem versuchten, nächtlichen Abstieg rutschte einer der vier Männer im Schneefeld aus und verletzte sich dazu auch noch."

Die Polen waren laut Bergrettung zu spät und mit absolut mangelhafter Ausrüstung in den langen und deshalb herausfordernden Klettersteig eingestiegen. "Sie riefen auch viel zu spät Hilfe um Hilfe." Die Bergretter aus Mühlbach stiegen um 23 Uhr zu den Polen auf und sicherten sie bis 5:30 Uhr morgens mühsam bis ins Tal: "Sie waren nur mit Sportschuhen - ohne Steigeisen und Pickel - unterwegs."

Am späten Sonntagnachmittag folgte die nächste Alarmierung für die Mühlbacher Bergretter: Ein 50-jähriger Holländer war mit seiner neunjährigen Tochter in den Königsjodler-Klettersteig eingestiegen. "Obwohl ihnen vom Wirt der Erichhütte abgeraten wurde", so Knöpfler. "Die beiden sind dann bei Regen beim Notausstieg raus. Nachdem sie den Steig nicht mehr finden konnten, baten sie um 15:30 Uhr per Mobiltelefon um Hilfe." Bei Starkregen stiegen die Bergretter wieder ins Birgkar auf und holten auch diese beiden Sportler sicher ins Tal.

"Derzeit muss man wirklich dringend vor einem Abstieg durch das hochalpine Birgkar abraten", betont der Bergretter und Ortsstellenleiter. "Das Birgkar sollte ohne Steigeisen und Pickel und für Unerfahrene und Ortsunkundige tabu sein."

Quelle: SN

Aufgerufen am 24.10.2020 um 02:06 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/bergretter-mussten-sechs-menschen-aus-dem-birgkar-retten-74083456

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