Betrüger geben sich in Salzburg am Telefon als Polizisten aus

Zwei Frauen in Hallein und Schwarzach haben Anzeige erstattet. Sie wurden am Dienstag von vermeintlichen Polizisten kontaktiert und ausgefragt.

SN/polizei
Betrüger rufen derzeit am Festnetz Frauen mit Vornamen „Hildegard“ an und geben sich dann als Polizisten aus, die eine Einbruchserie aufgeklärt haben.

Die Masche ist gerissen, mit der Betrüger derzeit versuchen, Informationen über Bargeld und Wertgegenstände zu erlangen. Konkret geben sich die Täter am Telefon als Polizisten aus. So geschehen am Dienstag zwischen Vormittag und Mittag im Raum Hallein und im Bereich Schwarzach. Die Betrüger haben zwei Frauen mit Vornamen Hildegard auf dem Festnetz angerufen. Sie informierten ihre Opfer über angebliche Einbrüche in der Nähe. Die Täter, so sagten sie, seien aufgegriffen und eine Liste gefunden worden, auf denen ihr Name aufscheine. Dann befragten die "Polizisten" ihre Gesprächspartner über aufbewahrtes Geld, Schmuck und Bankgewohnheiten. Bei den Betrügern in diesen konkreten Fällen handelt es sich stimmenmäßig sowohl um eine vermutlich jüngere Frau als auch einen Mann. Beide sprechen Hochdeutsch.

Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor derartigen Betrügereien schützen könne:


- Die "echte" Polizei würde Sie niemals auffordern, Informationen über Banküberweisungen oder Bargeldabhebungen telefonisch preiszugeben. Auch Fragen, wie viele Personen im Haushalt leben oder welche Wertgegenstände sich zu Hause befinden, würden nicht telefonisch gestellt werden.


- Seien Sie misstrauisch. Ein gesundes Misstrauen ist keineswegs unhöflich. Nehmen Sie sich immer die Zeit für eine Rücksprache mit einer Vertrauensperson oder mit Ihren Angehörigen.


- Lassen Sie sich von Ihrem telefonischen Gegenüber nicht unter Druck setzen. Auch wenn telefonisch behauptet wird, dass dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in Ihrer Nähe geführt werden.


- Rufen Sie nie über die Nummer zurück, die am Telefondisplay angezeigt wird. Wählen Sie die offizielle Telefonnummer der Polizei (059133) und erstatten Sie bei verdächtigten Vorfällen Anzeige bei Ihrer zuständigen Polizeidienststelle.


- Polizisten in ziviler Kleidung weisen sich bei einem persönlichen Besuch mit einem Dienstausweis aus und haben auch Verständnis dafür, wenn Sie bei der Polizeidienststelle nachfragen.

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