Chronik

Betrüger lockten betagten Salzburgerinnen Geld und Schmuck heraus

Der Trick: Falsche Polizisten täuschen den Opfern eine Notlage von Angehörigen vor.

Symbolbild SN/apa/roland schlager
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Unbekannte Täter täuschten am Mittwochnachmittag eine 86-jährige Salzburgerin. Sie gaben sich als Polizisten aus und entlockten der Frau Bargeld und Schmuckgegenstände. Ein Täter forderte über Telefon einen Betrag von fast 100.000 Euro, um der Tochter der Salzburgerin eine Haftstrafe nach einem verursachen Verkehrsunfälle zu ersparen. Um den Forderungen nachzukommen, kam ein Mann zu ihrer Wohnadresse. Die 86-Jährige händigte dem Unbekannten Bargeld und Schmuckgegenstände aus. Da der Mann mehr Geld forderte, fuhr das Opfer mit einem zur Verfügung gestellten Taxi zur Bank. Lediglich der zufällige Kontakt mit ihrer Tochter verhinderte eine weitere Geldübergabe an die Unbekannten, heißt es im Bericht der Salzburger Polizei.
Am Folgetag kam es zu einem gleich gelagerten Fall in der Stadt Salzburg. Ein Täter forderte telefonisch 80.000 Euro von einer 80-jährigen Frau. Im Hintergrund am Telefon hörte die Frau eine weibliche, weinerliche Stimme. Sie war der Meinung, dass es sich um ihre Tochter handelte. Der unbekannte Anrufer vereinbarte mit der Pensionistin einen Treffpunkt für die Übergabe. Nachdem die Frau das Geld bei der Bank behoben hatte, übergab sie dem Unbekannte das Bargeld im fünfstelligen Eurobereich und ihren Schmuck. Die Ermittlungen laufen.
Im Laufe des Donnerstags meldeten drei weitere Geschädigte derartige Vorfälle bei der Polizei in der Stadt Salzburg. Bei allen drei Fällen forderten die Unbekannten Geld, es blieb beim Versuch und es kam in diesen Fällen zu keiner Geldübergabe an die Unbekannten.

Die Polizei gibt Tipps zum Schutz der Opfer

Die Polizei ersucht die Bevölkerung, Angehörige oder bekannte ältere Personen über diese Art des Betrugs und über die richtige Vorgehensweise zu informieren:
Die Tipps:

• Brechen Sie Telefonate, bei denen von Ihnen Geldleistungen gefordert werden, sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen eingehen werden.

• Lassen Sie sich, auch von Polizisten, im Zweifelsfall immer Dienstausweise zeigen.

• Falls Verwandte ins Spiel gebracht werden, kontaktieren Sie diese, um die Echtheit eines vermeintlichen Vorfalls nachzuprüfen.

• Lassen Sie niemanden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme die Gegensprechanlage oder verwenden Sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.
• Falls es zu einem Betrug gekommen ist, sind alle Informationen zum Täter besonders wichtig: Notieren Sie Aussehen, Kleidung, Sprache, Autokennzeichen, Autofarbe usw.

• Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle.

Quelle: SN

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