Chronik

Bischofshofen verändert sich weiter

Auch wenn Umleitungen, Sperren oder Einbahnstraßen manchmal für Ärger sorgen: Die Stadt Bischofshofen mit ihren vielen Baustellen ist weiterhin im Aufbruch.

 SN/sw/riedler

Die Abrissarbeiten der alten Personalhäuser der ÖBB laufen im Plan. "Bereits im Herbst gibt es hier einen Baubeginn", so Bürgermeister Hansjörg Obinger (SPÖ). "Wir rechnen mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren." An einer neuen und besseren Infrastruktur in Bischofshofen wird weiter gearbeitet.

Umleitungen und Einbahnen

Aufgrund der erforderlichen Erneuerung der Hauptwasserleitung sowie der Straßenbeleuchtung in der Salzburger Straße muss beim Kreisverkehr Nord der Fahrzeugverkehr in Richtung Süden bis voraussichtlich Ende August als Einbahn geführt werden. So kommt es dort derzeit zu Umleitungen bzw. zu Fahrverboten für Lkw mit Anhängern und Sattelfahrzeuge. Auch im Herbst wird wegen Grabungen für Wasserleitungen eine neue Baustelle im Bereich des Schanzengeländes für Behinderungen sorgen.

In der Neuen-Franz-Mohshammer-Mittelschule beengen die Raumverhältnisse: "Daher ist eine Erweiterung dringend notwendig", sagt der Bürgermeister.

"Neben der Generalsanierung des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem Jahr 1929 erfolgt im Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt ein Zubau einer Turnhalle samt neuen Klassenräumen", erklärt Stadtbaudirektor Heinz Neumayer. Sobald der rechtskräftige Bescheid da ist, starte man mit dem Umbau in drei Etappen. "Wir rechnen mit einer Bauzeit von drei Jahren. Wenn der Zubau fertiggestellt ist, können wir umsiedeln und in zwei weiteren Etappen die Generalsanierung durchführen." Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 18 Mio. Euro.

Innovative Seniorenbetreuung

Viel wird in Bischofshofen in den Bereich der Seniorenbetreuung investiert, "auch viel Aufmerksamkeit und Energie schenken wir diesem Thema", sagt Obinger zur umfangreichen Erweiterung des Seniorenheimes.

Das Seniorenheim bietet aktuell 96 Wohneinheiten, davon zwei Kurzzeitbetten. Heimleiter Paulus Gschwandtl: "Es entsteht im Erdgeschoß ein Tageszentrum mit zwölf neuen Betreuungsplätzen. Neben den neuen Räumlichkeiten für Tagesgäste entstehen zwei Hausgemeinschaften für je zwölf Bewohner."

Die Fertigstellung ist derzeit für Juli 2020 geplant. Insgesamt werden so ergänzend 24 Plätze geschaffen, ein Konzept, das die Bewohner noch mehr in ihre Selbstständigkeit einbinden soll, betont der Heimleiter.

Das Seniorenheim wurde bereits in der Vergangenheit für innovative Konzepte ausgezeichnet. Man merke allerdings, dass viele Senioren erst ins Heim gebracht werden, wenn der Betreuungsbedarf sehr hoch sei, "und dieser steigt. Dazu kommen auch immer mehr Verhaltenseigenheiten der älteren Menschen. Vieles wird hier ans Heim übertragen und die Anforderungen für die Pflege werden immer mehr, die Arbeit wird nicht weniger. Wir werden gut unterstützt, aber die Zukunftsfrage wird sein, wo wir die Kompetenz hernehmen."

Im dritten und vierten Stock des neuen Gebäudes soll betreubares Wohnen, ein neues Generationenprojekt entstehen. "Wir integrieren hier auch eine niedrige Pflegestufe, wo wir Synergien im Alltag schaffen."

Um den Lebensstil der Bewohner nicht durch Zeitvorgaben einzuengen, werden die Betreuung und Pflege in den gewohnten Alltag integriert. Auf Wunsch besteht für die Senioren auch die Möglichkeit, bei der täglichen Hausarbeit, beim Einkauf oder bei der Gestaltung der Außenanlagen mitzuhelfen.

Insgesamt sei das Interesse an Plätzen für diese neue Betreuungsform enorm hoch, betont der Heimleiter. Die Kosten des Neubaus belaufen sich auf etwa vier Mio. Euro.

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