Chronik

"Bitte nicht einsperren!": Polizei möchte Unschuldigen beruhigen

Eine Kontrolle auf einem Bahnhof in Niederbayern hat vergangene Woche einen Mann mittleren Alters in Unruhe versetzt.

 SN/polizei niederbayern

Er wandte sich per Postkarte an die Polizei und bat, nicht eingesperrt zu werden. Dabei "wollte" die Polizei gar nichts von dem ihr namentlich nicht bekannten Mann, den sie nun über Facebook zu beruhigen versucht: "Kein Strafverfahren - kein Gefängnis!", postete sie am Donnerstag.

Der Mann ist nach Angaben des Polizeipräsidiums Niederbayern ungefähr 55 Jahre alt. Es dürfte sich um einen in Salzburg lebenden Deutschen handeln. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass ein Österreicher kürzlich bei der Polizei eingetroffene Postkarten geschrieben hatte.

Anlass waren Personenkontrollen am Bahnhof Hilling im Landkreis Landshut, die unter anderem wegen eines Einbruchs durchgeführt wurden. Auch der Postkartenschreiber wurde perlustriert. Der Mann erkundigte sich, wie mit Einbrechern verfahren werde. Die Beamten erklärten ihm, dass Täter unter Umständen auch eingesperrt werden können. Bei der Kontrolle des Mannes ergaben sich "keinerlei polizeilichen Einwände", er konnte seine Reise nach Golling fortsetzen. Offenbar hatte der Unbekannte aber etwas ganz falsch verstanden und glaubte, gegen ihn werde ermittelt. Per Postkarte wandte er sich wenige Tage später an die Beamten "die mich kontrolliert haben" und bat darum, das Strafverfahren einzustellen. Er möchte "weiterhin in Freiheit leben können".

Quelle: APA

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