Chronik

Blasmusik soll mehr Besucher in die Lammerklamm locken

Die Gemeinde Scheffau investierte 5000 Euro für neue Lautsprecher und beschallt damit an zwei Tagen pro Woche die Lammerklamm.

Dass Bürgermeister Friedrich Strubreiter (ÖVP) stolz ist auf die Lammerklamm, ist offensichtlich: "Ist es nicht schön hier?", fragt er bei der Begrüßung, "ein Punkt der Entschleunigung", sagt er und nippt an seinem Kaffee. Die Sonne lässt das Grün ringsum leuchten und aus der Klamm klingt nicht nur das Rauschen der Lammer, sondern auch Blasmusik.

Jeden Mittwoch und Sonntag wird die Lammerklamm heuer während der Öffnungszeiten mit "Musik aus der Dose" beschallt. Die Gemeinde Scheffau investierte 5000 Euro, ließ die Stromleitungen erneuern und sechs Lautsprecher in der Klamm und am Ufer der Lammer installieren.

Die Musikwahl traf Amtsleiter Gerald Pernhofer, seines Zeichens auch Mitglied der Trachtenmusikkapelle Scheffau. Er erstellte eine Playlist, die am Computer abläuft, "da sind viele klasse Stücke von Brass-Ensembles dabei", schwärmt er.

Die TMK Scheffau steuert an ausgewählten Terminen Live-Musik bei. Am 8. und am 29. Juli werden zwischen 17 und 19 Uhr drei Weisenbläsergruppen aufspielen. Am 2. Juli spielt die Musikkapelle ab 10 Uhr einen Frühschoppen beim Landgasthof Lammerklause, an dem der Weg durch die Klamm endet.

Am Freitag präsentierten sich Amtsleiter Pernhofer und Gemeindearbeiter Hannes Strubreiter anlässlich des Pressetermins in ihrer Musitracht, was sie zu beliebten Fotomotiven der Touristen machte, die wippenden Schrittes, im Takt der Musik, in Richtung "Dunkle Klamm" marschierten.

Wenig später stimmen die Musiker die ersten Weisen zwischen den dunklen, engen Felswänden an, während die Lammer unterhalb rauschte und schäumte.

Rund 30.000 Besucher kamen im Vorjahr in die Lammerklamm. Heuer rechnet Bgm. Strubreiter mit einem deutlicheren Plus als in den vergangenen Jahren: "Wir glauben, dass wir davon profitieren werden, dass die Liechten steinklamm geschlossen ist."

Das Pongauer Naturdenkmal verzeichnete im Vorjahr 210.000 Besucher. Nach einem großen Felssturz im Mai, bei dem vier Personen verletzt worden waren, beschloss die Stadtgemeinde St. Johann, die Liechtensteinklamm heuer nicht mehr aufzusperren.

Der Scheffauer Tourismusverband reagierte darauf, ließ Flyer drucken und verteilte diese in Hotels und Tourismusbüros im Pongau. Tatsächlich standen am Freitag auf dem Parkplatz zwei Elektroautos mit dem Logo der Gemeinde Werfenweng, am Donnerstag sei bereits ein Bus mit Wagrainer Schülern dagewesen.

Aufgerufen am 19.08.2018 um 04:27 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/blasmusik-soll-mehr-besucher-in-die-lammerklamm-locken-12005254

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