Chronik

Blutspender sind jetzt erst recht gefragt

Die Blutspendeaktionen in den Salzburger Gemeinden finden wie gewohnt statt. Zum Blutspenden darf man auch das Haus trotz Ausgangsbeschränkungen verlassen, stellt das Rote Kreuz klar.

120 Blutkonserven pro Tag muss der Blutspendedienst des Roten Kreuzes in Salzburg abnehmen, um den Bedarf für die Spitäler und Patienten generell decken zu können. Nun stellt sich das Problem, dass Blutspendeaktionen bei Firmen, Universitäten, Fachhochschulen oder in den Schulen der Oberstufe derzeit nicht stattfinden können, weil aufgrund der Eindämmung des Coronavirus vieles davon geschlossen ist.

Die Blutspendeaktionen in den Gemeinden werden aber wie gewohnt fortgeführt. Toni Holzer, Leiter des Blutspendedienstes, sagt: "Wir sind jetzt extrem auf die Gemeinden angewiesen. Wir hatten am Montag eine Blutspendeaktion in einer Gemeinde und haben gesehen, die Spender kommen schon noch. Aber es gibt Unsicherheiten aufgrund der Ausgangsbeschränkungen." Darf man überhaupt noch zu einer Blutspendeaktion gehen? Das fragen sich viele. "Ja, wir haben beim Ministerium eigens um eine Klarstellung gebeten. Man darf explizit Blutspenden gehen. Denn man darf das Haus verlassen, um anderen zu helfen. Und eine Blutspendeaktion ist genau das - man hilft damit anderen", sagt Holzer. Den Ausfall muss man nun aber kompensieren. "Wir werden einen Rückgang bei den Blutkonserven haben. Einen leichten Rückgang halten wir aus, weil der Bedarf auch leicht sinken wird. Aber mehr nicht." Der Aufruf und die Bitte laute daher, an Blutspendeaktionen in Gemeinden teilzunehmen. Die Konserven benötige man nämlich kontinuierlich, also laufend.

Für die Blutspender habe man in Zeiten des Coronavirus die notwendigen Schutzmaßnahmen getroffen, von Händedesinfektion angefangen bis hin zu einer Schutzmaske für jeden Spender, sagt Holzer.

Info:Alle Blutspende-Termine in Salzburg finden Sie unter www.roteskreuz.at/sbg/blutspende

Quelle: SN

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