Chronik

Borromäum: Erstmals ein Schulstart mit Mädchen

Mit dem Schulstart von 30 Schülerinnen am Montag öffnet nun auch die letzte reine Bubenschule Österreichs für Mädchen ihre Pforten.

Seit der Gründung wurden im Borromäum in der Stadt Salzburg nur Buben unterrichtet. Zuletzt war das erzbischöflichen Privatgymnasium damit die "letzte reine Bubenschule Österreichs". Das ist am Montag vorbei: Beim Start in das neue Schuljahr sind auch 30 Mädchen "an Bord". Schuldirektor Winfried Penninger: "Das ist gut so. Ein echter Ruck geht durchs Haus. Wir reißen damit unsere Fenster auf und lassen frischen Wind herein."

Mädchen sind Bereicherung

Die jetzige Öffnung für Mädchen bezeichnet der Direktor als Bereicherung und richtigen Schritt. "Wir müssen Kinder auf die Gesellschaft vorbereiten. Für mich ist eine gemischte Schule zeitgemäß." Die christliche Identität sehe er nicht in Gefahr.

Schulstart in Zeiten von Corona

Auch aufgrund der Coronapandemie blickt die Schule einem speziellen Jahr entgegen. Im Borromäum überwiegt aber der Optimismus, wie Penninger bestätigt. "Die Schule lebt von persönlichen Beziehungen, die können die besten Lernplattformen nicht ersetzen. Deshalb gehen wir voller Optimismus in den Normalbetrieb - natürlich unter Einhaltung aller Hygieneregeln." Ab Montag drücken 440 Mädchen und Buben, davon 110 Erstklassler, die Schulbank - so viele wie nie zuvor.

Quelle: SN

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