Chronik

"Brand aus" in Uttendorf: 130 Feuerwehrleute brachten Großbrand unter Kontrolle

Ein Brand im Gewerbegebiet von Uttendorf führte am Montagnachmittag zu einem Feuerwehr-Großeinsatz, der bis Dienstag in die Mittagsstunden dauern sollte. In der Lagerhalle eines Entsorgungsbetriebs war Sperrmüll in Flammen geraten. Auch der Schutz vor dem Coronavirus war ein Thema.

Die Feuerwehr Uttendorf rückte mit 50 Mann aus, aus Zell am See wurden ein Atemschutzfahrzeug und ein mobiler Großlüfter angefordert. 130 Feuerwehrleute aus Uttendorf, Stuhlfelden, Mittersill, Niedernsill, Zell am See und Saalfelden waren im Einsatz. Dabei seien alle coronabedingten Schutzmaßnahmen eingehalten worden, hieß es.

Aufgrund starker Rauchentwicklung gestalteten sich die Löscharbeiten kompliziert. Im Polizeibericht heißt es: "Das Feuer breitete sich rasch über die gesamte Halle aus und auf Grund der starken schwarzen Rauchentwicklung musste die direkt angrenzende B 168 gesperrt werden. Die Bewohner von Uttendorf wurden mittels Radiodurchsage angehalten, in ihren Häusern zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten."

Nachdem die Wellblechkonstruktion seitlich mit einem Greifbagger aufgerissen worden war, brachten die Einsatzkräfte den Brand kurz nach 21 Uhr oberflächlich unter Kontrolle. "Das Ablöschen der Glutnester dürfte jedoch noch bis in die Morgenstunden dauern", sagte der Uttendorfer Ortsfeuerwehrkommandant Lukas Fritzenwanger am Montagabend.

Und es dauerte sogar noch etwas länger, ehe die Feuergefahr in der einsturzgefährdeten Halle gebannt wurde: "Brand aus" wurde laut Landeswarnzentrale am Dienstag um 12:24 Uhr gemeldet.

Verletzt wurde bei dem brisanten Einsatz zum Glück niemand, die Brandursache ist noch unklar. Polizei und Sachverständige ermitteln.

Um die Einsatzkräfte bestmöglich auch vor dem Corona-Virus zu schützen, wurden aus dem Lager des Katastrophenschutzes des Landes Salzburg 240 FFP1-Masken zur Verfügung gestellt. Das teilte das Land am Dienstag mit. "Auch bei derartigen Großeinsätzen muss man das Virus sozusagen mitdenken. Die Bestände der Masken des Katastrophenschutzes des Landes befinden sich in den Kasernen. Im Falle von Uttendorf wurden sie sofort aus Saalfelden in den Oberpinzgau gebracht", so der Leiter des Landeseinsatzstabes Markus Kurcz.

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