Chronik

Brand: Hausdurchsuchung brachte NS-Material zutage

Nach einem Feuer in einer Maschinenhalle war ein Bauernhof in das Visier der Ermittler gekommen. Am Dienstag fanden Polizisten dort fünf Waffen, Hitlerbüsten und Hitlerbilder.

Mehrere Polizeiautos, ein Mannschaftsbus sowie ein Rot-Kreuz-Fahrzeug rückten am Dienstag zu einem Bauernhof in Thalgau aus. Die Staatsanwaltschaft Salzburg hatte dort eine Hausdurchsuchung angeordnet. Vergangene Woche war auf dem Anwesen in einer Maschinenhalle ein Brand ausgebrochen. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Brandermittler entdeckten am Hof schließlich mehrere verendete Tiere. Die Funde waren der Grund für die Hausdurchsuchung am Dienstag. Die Polizisten machten aber schließlich eine ganz andere Entdeckung. In dem Anwesen fanden sie zwei Langwaffen und drei Faustfeuerwaffen. Die Polizei habe erneut ein Waffenverbot gegen den Bauern ausgesprochen, sagt Polizeisprecher Hannes Hollweger. Als es bei dem Bauernhof im Jahr 2011 schon einmal zu einem Großbrand gekommen war, hatte die Polizei mehr als hundert teils historische Waffen gefunden.

Am Dienstag entdeckten die Ermittler zudem eine Ausgabe des Buches "Mein Kampf", Hitlerbüsten und Hitlerbilder. Wem die verbotenen Gegenstände gehören, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Ermittler stießen am Dienstag auch auf zehn tote Kleintiere. Vergangene Woche fanden die Ermittler bereits ein verendetes Kalb, zwei verendete Ziegen sowie tote Katzen, tote Hasen und tote Hühner.

Die Tierkadaver würden nun untersucht, sagt Erich Schneglberger von der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung. "Es sah so aus, als ob diese Tiere verhungert oder verdurstet wären. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, wird es eine Anzeige wegen Tierquälerei geben." In solchen Fällen seien prinzipiell Verwaltungsstrafen und gerichtliche Strafen möglich. "Bei zwei Verwaltungsstrafen oder einer gerichtlichen Verurteilung können wir ein Tierhalteverbot verhängen."

In diesem Fall habe der Bauer aber nach einem Gespräch mit dem Amtstierarzt freiwillig 15 Kühe abgegeben. "Wir hatten den Eindruck, dass hier eine Überforderung vorliegt", sagt Schneglberger.

Keine Klarheit gibt es laut Polizei derzeit über die Brandursache. Eine technische Ursache könne ausgeschlossen werden. Ob es eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandauslösung gegeben habe, stehe noch nicht fest. Brandbeschlueniger seien keine gefunden worden. Derzeit laufen die Befragungen des Besitzerehepaares sowie deren zwei Söhne, welche auch dort wohnen.

Quelle: SN

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