Chronik

Brand im Stiegenhaus: Zeitungszusteller schlug Alarm

Kinderwagen im Stiegenhaus wurden angezündet, Rauchgase bedrohten die ahnungslosen Familien. Ein 42-jähriger Nepalese erkannte die Gefahr und riss die Bewohner aus dem Schlaf.

"Ich habe die Tür aufgesperrt, da sind mir Rauch und Feuer entgegengeschlagen. Ich war natürlich schockiert. Und dann habe ich versucht, die Leute im Haus aufzuwecken, sie vor dem Feuer zu warnen." Das sagte am Mittwochvormittag der 42-jährige Mohan Bahdur, der für die Bewohner eines Hauses in der Unterfeldstraße in Walserfeld gegen drei Uhr Früh zum Helden geworden ist. Im Stiegenhaus standen zwei abgestellte Kinderwagen in Flammen.

Der gebürtige Nepalese, Vater von drei Kindern, lebt seit 2005 in Salzburg und trägt seit zehn Jahren jede Nacht für die Salzburg Logistik Tageszeitungen aus. Als er den Rauch und die Flammen im Stiegenhaus des Mehrparteienhauses entdeckt hatte, habe er bei allen Türglocken Sturm geläutet. "Aber es hat niemand reagiert", so Mohan Bahdur. Dann habe er so laut er konnte gerufen: "Feuer, Feuer."

Als erste Bewohner reagierten Mitglieder einer bosnischen Familie im ersten Stock. Sie konnten die brennenden Kinderwagen mit Wasser löschen. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Familie Ellmauer und ihre vier Kinder im zweiten Stock wach. Manuela Ellmauer, die Mutter, schilderte den SN: "Als wir das Sturmläuten bemerkt hatten, ist auch schon Brandgeruch in der Luft gelegen. Ich habe sofort über den Notruf 122 bei der Feuerwehr angerufen und nasse Handtücher innen vor die Wohnungstür gelegt. Dann haben mein Mann Josef und ich unser Kinder Janine, Lukas, Bella und den einjährigen Jonas aus den Betten geholt. Wir sind erst raus, als die Feuerwehrmänner da waren."

Die alarmierte Walser Feuerwehr, die mit 26 Leuten angerückt war, begann sofort mit dem Entlüften des stark verrauchten Stiegenhauses. Betroffen war auch Peter Baumgartner, Obmann des Walser Jägerchors und der Jagdhornbläser, der im ersten Stockwerk wohnt. "Als wir munter geworden sind, war das Ärgste schon vorbei. Unser Dank gilt natürlich unserem Zeitungsausträger, der noch rechtzeitig Alarm geschlagen hat, und unseren Mitbewohnern, die beim Löschen so rasch reagiert haben."

Nachdem die ausgebrannten Kinderwagen der Familie Ellmauer abtransportiert waren, begannen Polizeibeamte mit ersten Ermittlungen. Dabei stellten sie auch fest, dass in sämtliche Postfächer der Bewohner Zigarettenstummel geworfen worden waren. Wenig später konnten die Ermittler bereits einen tatverdächtigen Mann fassen. Es soll sich um einen 52-jährigen, psychisch kranken Walser handeln. Der Mann wurde in eine Klinik gebracht. Wie dieser in das Haus gelangt ist, blieb vorerst unklar. Denkbar ist, dass bedingt durch die Minusgrade die Haustür nicht ganz geschlossen hatte.

Aufgerufen am 18.09.2018 um 09:33 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/brand-im-stiegenhaus-zeitungszusteller-schlug-alarm-588244

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