Chronik

Bundesheer-Übung in Salzburg: Soldaten stürmen die Festung

Das Bundesheer übte für die Leistungsschau am Nationalfeiertag. Gebirgsjäger erklommen die Festung.

Noch steht Kommandant Ulf Remp fast allein auf der Kuenburgbastei der Festung Hohensalzburg. Als er die ersten Befehle durch sein Funkgerät gibt, ändert sich das blitzartig. Zwei Soldaten seilen sich vom Trompeterturm ab, einer hält kurz inne, um eine Handgranate auf den Balkon des Sitzes des Landeshauptmannes zu werfen. Gleichzeitig bringt eine Seilrutsche mehrere Jägersoldaten vom Hohen Stock mitten auf die Bastei. Dann läuft ein Trupp vom Burghof durch das Tor. "Jetzt die Mauerläufer", funkt der Kommandant, und ein Soldat nach dem anderen klettert im weißen Winteranzug über die Brüstung der Bastei.

"

"Eigentlich sind diese Anzüge nur im Schnee im Einsatz", erklärt Franz Pritz, Salzburgs Stellvertretender Militärkommandant. "Aber bei der Vorführung am Nationalfeiertag geht es ja ausnahmsweise darum, dass die Soldaten gesehen werden. Es ist ein echtes Spektakel, das das Bundesheer für seine Leistungsschau am 26. Oktober vorbereitet. Auf allen Plätzen der Salzburger Innenstadt zeigt das Militär sein Können. Höhepunkt wird ein Sturm der Festung sein, der am Mittwoch geübt wurde.

Rund 70 Soldaten des 25. und 26. Jägerbataillons erscheinen am 26. Oktober in wenigen Minuten auf der Bastei, dabei wird auch jede Menge Pyrotechnik zum Einsatz kommen. Die Handgranaten der Soldaten werden simuliert, zudem die Feuerunterstützung aus den Hubschraubern. "Es wird rauchen, blitzen und krachen", sagt Pritz. Gefahr für die alten Festungsmauern bestehe freilich keine. "Wir haben nur Theaterpyrotechnik im Einsatz. Ein Sprengstoffbefugter unserer Pioniere ist auf solche Einsätze spezialisiert."

Eine Herausforderung für das Bundesheer sind zudem die Hubschrauberflüge: Gesamt vier Luftfahrzeuge werden im Einsatz sein. Der Black Hawk wird Soldaten auf der Hohen Bastei absetzen, ein weiterer Hubschrauber bringt die Jäger auf den Trompeterturm. Landen werden die Hubschrauber dabei nicht. "Die Piloten werden die Soldaten im Schwebeflug aussteigen lassen."

Es dauert am Mittwoch gut 15 Minuten, dann ist die Probe vorbei. Am Nationalfeiertag soll die Vorführung wegen dem Einsatz der Pyrotechnik aber länger dauern, auch die Hubscrhauber waren bei der Probe noch nicht dabei. Zum Abschluss werden die Fahnen gehisst und dann haben die Soldaten noch eine Überraschung für die Salzburger parat. Verraten wird nur so viel: Ein berühmtes Salzburger Tier wird dabei zum Einsatz kommen.

Aufgerufen am 21.09.2018 um 05:39 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/bundesheer-uebung-in-salzburg-soldaten-stuermen-die-festung-980770

Schlagzeilen