Chronik

Bundeskanzler Sebastian Kurz in Posting unflätig beschimpft: Geldbuße für Salzburgerin

Ein schwer beleidigendes Posting auf der offiziellen Facebook-Seite von Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte für eine Salzburgerin am Montag ein Nachspiel am Landesgericht.

Wegen Beleidigung angeklagte Frau soll nun im Rahmen einer Diversion 1000 Euro Geldbuße zahlen.  SN/bilderbox
Wegen Beleidigung angeklagte Frau soll nun im Rahmen einer Diversion 1000 Euro Geldbuße zahlen.

Die Kosmetikerin soll am 13. Dezember 2020 den Kanzler aus Frust wegen der Coronamaßnahmen als "armen Irren" bezeichnet und ihm "die Giftspritze" gewünscht haben. Die Frau erhielt eine Diversion und soll 1000 Euro zahlen. Falls sie binnen sechs Monaten die Geldbuße zahle, werde das Strafverfahren eingestellt, so Richter Peter Egger. Der Staatsanwalt kann noch Beschwerde gegen die Diversion erheben.

Der Ankläger warf der Frau das Delikt der Beleidigung (Paragraf 115 Strafgesetzbuch) vor, weil sie auf Facebook und damit öffentlich den Kanzler beschimpft habe.

Die Unternehmerin erklärte, sie wisse heute gar nicht mehr, was sie an jenem Abend in der Runde von Frauen, bei der Gin Tonic und Sekt getrunken wurde, geschrieben habe. Es seien damals auch die Handys herumgereicht worden. Das Wort "Giftspritze" schreibe sie normalerweise nicht, das sei nicht ihre Art. Sie sei rauschig gewesen: "Es tut mir leid." Wegen der Coronamaßnahmen habe sie damals tagelang Termine verschoben, und dann sei damals auch noch ihre Enkelin gestorben, so die Frau.

Aufgerufen am 26.10.2021 um 02:10 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/bundeskanzler-sebastian-kurz-in-posting-unflaetig-beschimpft-geldbusse-fuer-salzburgerin-109423990

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