Chronik

Caritas schnürt Hilfspakete für syrische Flüchtlinge

Syrien, Libanon, Jordanien, Westafrika - das sind Brennpunkte, an denen Menschen etwa wegen Kriegen leiden. Millionen sind auf der Flucht. Die Salzburger Caritas bittet in einer Kampagne um Spenden.

Die Caritas will ihre Versorgungsleistung verdoppeln. "Eine Zukunft ohne Hunger muss für alle Menschen möglich werden. Zeigen wir den Menschen in Westafrika und den Flüchtlinge aus Syrien, dass wir für sie da sind. Ich bitte die Salzburger Bevölkerung uns dringend mit einer Spende zu helfen, damit wir mit Lebensmittel- und Hygienepaketen Überleben sichern können", sagt der Salzburger Caritas-Direktor Johannes Dines.

Krieg in Syrien längst in Österreich angekommen Laut UN benötigen derzeit 6,3 Millionen Syrer Unterstützung bei der Nahrungsmittelversorgung. Die Anzahl syrischer Flüchtlinge ist Jahr für Jahr gestiegen. Waren es im Jahr 2012 in Österreich noch 915 syrische AsylwerberInnen, wurden im Jahr 2013 im Flüchtlingslager Traiskirchen 1991 syrische Flüchtlinge registriert. Aktuell stellten in den Monaten Jänner bis Mai 2014 1719 Menschen aus Syrien in Österreich einen Asylantrag. In Salzburg sind aktuell 181 syrische Flüchtlinge im Rahmen der Grundversorgung untergebracht, vielen werden als Flüchtlinge anerkannt werden.

Darüber hinaus werden in Salzburg ca. 30 syrische Kriegsflüchtlinge im Caritas Dorf St. Anton und in kirchlichen Einrichtungen wie in St. Peter und der Pfarre Großgmain aufgenommen. Der Libanon ist an seiner Grenze Die Caritas Libanon hat seit Beginn der Krise dank nationaler und internationaler Unterstützung durch Spenden landesweit umfassende Nothilfe geleistet: In erster Linie wurde humanitäre und medizinische Hilfe geleistet. Rechtlicher Beistand, Bildungsangebote für Kinder, Hilfe für die Opfer von (sexueller) Gewalt und die Winternothilfe waren Schwerpunkte der Hilfsmaßnahmen. Dürre und Hunger am Schauplatz WestafrikaDen Menschen in der Sahelzone droht die dritte Hungerkatastrophe in sieben Jahren. Dürre und schlechte Enten sind für die Situation mit verantwortlich. Verschärft wird die Situation durch die Flüchtlingsproblematik in der Region. Etwa 2,5 Millionen Menschen in Westafrika brauchen dringend Nahrungsmittel. Etwa fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren droht in diesem Jahr Unterernährung. Besonders betroffen ist der Senegal.

Mehr als ein Drittel der Menschen im Senegal leben unter der Armutsgrenze, besonders betroffen ist die Landbevölkerung. 2,2 Millionen Menschen sind von Nahrungsmittelknappheit betroffen, 79.000 Kinder sind schwer unterernährt, 261.000 Kinder leiden an regelmäßiger Unterernährung. Ein drastischer Rückgang bei der Getreideproduktion im vergangenen Jahr hat enorme Preissteigerungen bei Lebensmitteln verursacht. Hilfe aus Österreich Mit sieben Euro kann ein Kind einen Monat lang mit Nahrungsmitteln versorgt werden, mit 14 Euro sogar zwei. Um 700 Kindern im Libanon drei Monate lang die Schuljause finanzieren zu können, werden 160.000 Euro benötigt. Zusätzlich werden Spendenpakete geschnürt, um Flüchtlingsfamilien im Nordlibanon unter die Arme greifen zu können. Lebensmittel, Kleidung, Hygieneartikel sollen davon finanziert werden.

Lebensmittelpaket: 60 Euro

Versorgungspaket für Kinder: 30 Euro

Hygienepaket: 25 Euro

1 Decke: 15 Euro

Mehr Infos dazu auf der Homepage: http://www.caritas.at/syrien

Spenden Sie unter:

Raiffeisenverband Salzburg IBAN AT11 3500 0000 0004 1533, BIC RVSAAT2S

Kennwort: Meine Spende gegen den Hunger

Online-Spenden: www.caritas-salzburg.at

Quelle: SN

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