Chronik

Corona: Auch Salzburger Schlachthöfe werden getestet

Das Land Salzburg startet in dieser Woche eine Testreihe im Schlachthof im Norden der Stadt Salzburg. 330 Mitarbeiter sollen getestet werden.

Archivbild von einer Kontrolle eines Tiertransports zum Salzburger Schlachthof. SN/robert ratzer
Archivbild von einer Kontrolle eines Tiertransports zum Salzburger Schlachthof.

Nach den positiven Coronafällen in drei oberösterreichischen Schlachthöfen sollen nun auch die Mitarbeiter des Schlachthofs in der Stadt Salzburg getestet werden. Das Land will die gesamt 330 Personen noch in dieser Woche testen. 200 der dortigen Mitarbeiter sind auf Werkvertragsbasis angestellt.

Es handle sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, heißt es vonseiten des Landes Salzburg. Zudem wird betont, dass solche Tests eine reine Momentaufnahme seien. Zwar könnte man damit asymptomatische Erkrankte identifizieren. Wichtiger sei in der Eindämmung des Virus allerdings das richtige Verhalten, sagt Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz. "Abstandhalten, Händehygiene, auf Begrüßungsrituale wie Händeschütteln verzichten, darauf müssen wir achten."

Das Land Salzburg betont zudem, dass man bereits seit dem Bekanntwerden von einer großen Zahl von Coronavirusfällen in deutschen Schlachthöfen mit dem Salzburger Schlachthof in Kontakt sei.

Anfrage zu Salzburger Schlachthöfen

Wie aus einer Antwort auf eine dringliche Anfrage der Salzburger SPÖ an die zuständigen Mitglieder der Landesregierung im Mai hervorgeht, habe der Schlachthof allerdings "frühzeitig zusätzliche und umfangreiche Vorsichts- und Hygienemaßnahmen umgesetzt, um die Gefahr einer Ausbreitung zu minimieren". Dazu zählen laut Alpenrind etwa die lückenlose Registrierung aller Besucher und Mitarbeiter, die Einhaltung von Abstandsregeln, gründliche und regelmäßige Desinfektion, persönliche Schutzkleidung inklusive Mundschutz sowie die tägliche Messung der Temperatur aller Personen beim Betreten des Geländes.

Zugleich geht aus der Anfrage hervor, dass zuletzt 130 Mitarbeiter unbefristet bei der Firma Alpenrind beschäftigt waren. Bis auf zwei Mitarbeiter aus Deutschland, die täglich zur Arbeit pendeln, sowie fünf Mitarbeiter aus Ungarn, die wöchentlich pendeln, haben diese Mitarbeiter alle ihren festen Wohnsitz in Salzburg oder in der Umgebung.

Die rund 200 Mitarbeiter auf Werkvertragsbasis, darunter auch Reinigungspersonal und Werkschutz, wohnen laut Anfragebeantwortung ebenfalls in und rund um Salzburg. Viele fahren über das Wochenende regelmäßig oder gelegentlich in ihre Heimat. 70 Prozent sind aus Ungarn, die restlichen Arbeiter kommen aus Rumänien, der Slowakei und aus Deutschland.

Alpenrind ist seit dem Jahr 2008 Teil der amerikanischen OSI-Gruppe und der größte Fleischproduzent in Westösterreich. Laut eigenen Angaben werden rund 750 Tonnen Rindfleisch wöchentlich produziert und vermarktet.

Quelle: SN

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