Chronik

Corona in Salzburg: Zwei Mal pro Woche werden künftig Abwasserproben genommen

Mitarbeiter von Kläranlagen nehmen künftig zwei Mal pro Woche Abwasserproben, die in einem Labor der Universität Innsbruck auf Virenreste untersucht werden. Damit will man die Entwicklung der Pandemie schneller einschätzen können.

Das Abwasser im Bundesland Salzburg wird nun flächendeckend und regelmäßig auf Reste des Coronavirus untersucht. SN/bmlrt/lendl
Das Abwasser im Bundesland Salzburg wird nun flächendeckend und regelmäßig auf Reste des Coronavirus untersucht.

Die Suche nach Virenresten wird nun auf 16 der 33 heimischen Kläranlagen ausgedehnt, heißt es am Mittwoch in einer Aussendung des Landes. Damit sollen knapp 90 Prozent der kommunalen Abwässer erfasst werden. "Ein Anstieg der Infektionen ist im Abwasser bereits erkennbar, bevor die Zahl der positiv getesteten in einer Region steigt. Mit einer flächendeckenden Untersuchung können wir die Entwicklung der Pandemie im Bundesland noch rascher einschätzen als bisher", erklärt Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

Corona im Abwasser: Zwei Mal pro Woche werden Proben entnommen

Mindestens zwei Mal pro Woche werden künftig Proben in 16 von 33 kommunalen Kläranlagen im Bundesland Salzburg gezogen. Damit seien die Abwässer von einem Großteil der Salzburger Bevölkerung erfasst. "Die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kläranlagenbetreibern hilft uns jetzt auch bei der Bewältigung der Pandemie", betont der für die Abwasserreinigung zuständige Landesrat Josef Schwaiger. "Das bestens geschulte Personal wird auch bei diesen Untersuchungen für einen reibungslosen Ablauf und gesicherte Qualität der Proben sorgen."

Universität Innsbruck analysiert Proben

Die in Salzburg gezogenen Proben werden, wie schon bisher, an die Universität Innsbruck geschickt, dort aufbereitet und analysiert. "Diese Daten sind sehr wertvoll für uns, da bereits im Vorfeld das Infektionsgeschehen in den Regionen abschätzbar ist", sagt Stöckl. Auf Virusmutationen könnten die Abwässer allerdings nur anlassbezogen untersucht werden. Für mehr würden die Labor-Kapazitäten in Österreich derzeit nicht ausreichen, heißt es in der Aussendung.
Die Proben werden künftig in 16 Kläranlagen im Bundesland Salzburg entnommen, sechs davon sind im Pinzgau, jeweils vier im Flachgau und Pongau sowie zwei im Lungau. Die Kläranlagenbetreiber bekommen alle Auswertungen zur Verfügung gestellt, damit sie über die Situation in der eigenen Region informiert sind.

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