Chronik

Coronavirus - Elfter Fall in Salzburg: 65-jährige Britin wurde in Kaprun positiv getestet

Die Frau und ihr Begleiter befinden sich in einem privaten Apartment unter Quarantäne. Unterdessen bereiten das Land und die Stadt eine Unterkunft für weitere Patienten vor: Beim Flussbauhof neben der Alpenstraße wird ein Holzhaus für 44 Personen eingerichtet. Es handle sich um eine "reine Vorsorgemaßnahme". Jene beiden Norweger, die am Montag positiv auf das Virus getestet wurden, bleiben in ihrem Hotel in Saalbach-Hinterglemm.

Die Holzhäuser neben der Alpenstraße dienen als Unterkünfte für Asylbewerber. SN/Robert Ratzer
Die Holzhäuser neben der Alpenstraße dienen als Unterkünfte für Asylbewerber.

Auch am Dienstag wurde das Coronavirus bei einer Patientin in Salzburg nachgewiesen. Bei einer 65-jährigen Urlauberin aus Großbritannien verlief der Test positiv. Die Frau befindet sich mit ihrem Begleiter unter häuslicher Quarantäne in einem privaten Apartment in Kaprun. Es handle sich um eine abgeschlossene Einheit, teilte das Land mit. Das Paar habe ausreichend Lebensmittel, um sich in den kommenden Tagen selbst zu versorgen. Der Sprengelarzt übernehme gegebenenfalls die medizinische Betreuung.

Bei 28 weiteren Personen verlief der Test negativ - ein Ergebnis stand noch aus. Zudem hat das Rote Kreuz am Dienstag bei insgesamt 19 Verdachtsfällen Abstriche genommen.

Das Land und das Rote Kreuz bereiten vorsorglich ein Holzgebäude als mögliche Unterkunft für Coronavirus-Quarantänefälle vor. Die bisher darin wohnenden Asylbewerber seien vorübergehend in eines der anderen fünf Häuser auf dem Areal bzw. nach Seekirchen umgesiedelt worden, sagt Franz Wieser, Pressesprecher des Landes. 44 Plätze sollen bis Ende der Woche "für allfällige Notfälle" bezugsfertig sein.

Direktflug aus Norwegen: Passagierliste wird überprüft

Jenes Urlauberehepaar aus Norwegen, bei dem der Test auf das Virus am Montag positiv verlief, bleibt in dessen Hotel in Saalbach-Hinterglemm in Quarantäne. Die 64-jährige Frau und der 55-jährige Mann waren am Samstagvormittag direkt aus Norwegen mit dem Flugzeug angereist. Die Passagierliste sei dem Gesundheitsministerium übermittelt worden, sagt Wieser. "Es wird erhoben, wer wo gesessen ist und welchem Risiko ausgesetzt war." Vorübergehend seien der Lenker des Shuttles, mit dem die Urlauber vom Flughafen in den Pinzgau gebracht worden seien, und die mitfahrende Reiseleiterin unter häusliche Quarantäne gestellt worden.

Bereits am Montagabend wurden in eine leer stehende Pension im Oberpinzgau neun britische Urlauber gebracht, die davor in einem Hotel in Saalbach-Hinterglemm unter Quarantäne gestanden bzw. im Salzburger Uniklinikum behandelt worden waren. Ein 61-jähriger Brite, bei dem das Coronavirus zuerst nachgewiesen wurde, bleibt im Spital.

Absage von vielen Veranstaltungen steht bevor

Das Coronavirus sorgt nun auch für deutliche Einschränkungen des Lebens in Österreich. Die Regierung verkündete Dienstagmittag, dass Freiluftveranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit über 100 Gästen bis Anfang April untersagt werden. Auch in Salzburg steht deswegen eine ganze Reihe von Veranstaltungen vor der Absage.

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