Chronik

Coronavirus: Gemeinde Anif für Parteienverkehr geschlossen

Die Gemeinde Anif hat ihr Gemeindeamt bis auf Weiteres für den Parteienverkehr geschlossen. Bürgermeisterin Gabriella Gehmacher-Leitner spricht von einer Vorsichtsmaßnahme.

Der Aushang am Gemeindeamt Anif. SN/berthold schmid
Der Aushang am Gemeindeamt Anif.

Das Coronavirus geht auch an den Salzburger Gemeinden nicht spurlos vorüber. Die Gemeinde Anif hat sich dazu entschlossen, ihr Gemeindeamt bis auf Weiteres für den Parteienverkehr zu schließen. "Ich habe mich umgesehen, wie die Situation in Südtirol ist, und bin zu dem Schluss gekommen, dass jetzt der Schutz der Ortsbevölkerung an erster Stelle steht", sagt Bürgermeisterin Gabriella Gehmacher-Leitner.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien telefonisch erreichbar, eine Behinderung in der Abwicklung der Amtsgeschäfte sei nicht zu erwarten. "Die Leute haben großes Verständnis für diese Maßnahme", sagt die Bürgermeisterin. Es gehe natürlich auch um den Schutz der Mitarbeiter, aber vor allem um den Schutz der Seniorinnen und Senioren im Ort. Es sei in der aktuellen Situation das Gebot der Stunde, die sozialen Kontakte einzuschränken.

Andere Gemeinden dürften dieselben Schritte setzen

Auf die Frage, ob auch andere Gemeinden den Parteienverkehr beschränken dürften, sagte Gehmacher-Leitner: "Ich gehe davon aus, das dürfte nur mehr eine Frage der Zeit sein."

Die Maßnahme in Anif habe man mit dem örtlichen Sprengelarzt abgesprochen, so die Bürgermeisterin.

Keine offizielle Empfehlung des Gemeindebunds

Günther Mitterer, Präsident des Salzburger Gemeindeverbands und Bürgermeister von St. Johann, sagte im SN-Gespräch, dass diese Maßnahme eigentlich nicht unter den Erlass der Bundesregierung falle. Dieser betrifft bekanntermaßen nur Indoor-Veranstaltungen ab 100 Personen und Outdoor-Veranstaltungen ab 500 Personen. "Das ist die Entscheidung der einzelnen Gemeinden", sagt Mitterer. Er habe prinzipiell Verständnis dafür, für St. Johann im Pongau sei das derzeit aber kein Thema. Es gelte ohnehin die Devise, persönliche Kontakte einzuschränken. Amtsbesuche, die nicht dringend seien, könne man auch in ein paar Wochen absolvieren.

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