Chronik

Coronavirus: Neuinfektionen liegen in Salzburg deutlich unter der Zahl der Genesenen

374 der bisher 1110 positiv auf das Coronavirus getesteten Personen in Salzburg sind mittlerweile wieder gesund. Das bedeutet: 717 Menschen sind aktuell infiziert.

Innerhalb von 24 Stunden wurden bis Dienstagmittag 388 neue Corona-Tests in Salzburg durchgeführt. SN/Stefanie Schenker
Innerhalb von 24 Stunden wurden bis Dienstagmittag 388 neue Corona-Tests in Salzburg durchgeführt.

Es ist eine Entwicklung, die sich schon am Wochenende zart angekündigt hatte, und die seither gleich geblieben ist: In Salzburg bleiben die Neuinfektionen hinter der Zahl jener zurück, die sich von einer Coronavirus-Infektion wieder erholt haben. Bitter: Mit Dienstag verzeichnet Salzburg 19 Todesfälle von Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren.

374 der bisher 1110 positiv auf das Coronavirus getesteten Personen in Salzburg sind mittlerweile wieder gesund. Das bedeutet: 717 Menschen sind aktuell infiziert. Bis Dienstagmittag sind in den vergangenen 24 Stunden 13 Neuinfektionen hinzugekommen, die Zahl der Genesenen ist im selben Zeitraum um 85 gestiegen. Seit Montag kamen 388 neue Tests auf das Coronavirus hinzu.

"Diese erfreulichen Zahlen sollten jedoch nicht dazu verleiten, uns zurückzulehnen", meinte Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP). "Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, es kann jederzeit wieder etwas ausbrechen."

Erstmals ausgewertet hat das Land die Zahl der aktuell Infizierten pro 100.000 Einwohner. Demnach kommt das Bundesland auf 130 Infizierte pro 100.000 Einwohner. Spitzenreiter ist bei dieser Betrachtungsweise der Pongau mit 383 Infizierten. Dahinter folgen der Pinzgau mit 167, der Flachgau mit 85, der Lungau mit 84, der Tennengau mit 77 und die Stadt Salzburg mit 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner.

Schutzmasken hängen seit zwei Wochen an türkischer Grenze fest

Nach wie vor schwierig ist die Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung. Eine Lieferung mit 20.000 FFP2 und FFP3-Masken, wie sie für medizinisches Personal, das Covid-Kranke behandelt, notwendig ist, hängt seit rund zwei Wochen unverändert an der türkischen Grenze fest. Man nütze jeden Kanal, der sich biete, aber angesichts der weltweiten Nachfrage sei es schwierig, auf dem heiß umkämpften asiatischen Markt zu Lieferungen zu kommen. Wenn, dann müsse man "ins Blaue hinein" bestellen und auch bezahlen, ohne eine fixe Lieferzusage zu bekommen. Letzten Freitag seien aber zumindest 2000 FFP2 und 4000 FFP1-Masken in Salzburg eingelangt, sagte Christian Stöckl.

Kritik an Informationspolitik über Infizierte

Die vor allem von vielen Bürgermeistern kritisierte Vorgangsweise, Zahlen von Infizierten nur mehr bezirksweise zu veröffentlichen, wird auch von Christian Stöckl nicht gut geheißen. "Vom Bund gibt es dazu aber eine klare Vorgabe: Die Bezirksbehörden dürfen die Daten der positiv Getesteten nicht an die Gemeinden weitergeben. Da geht es um Datenschutz. Das ist ein Grundrecht, das man nicht einfach so aushebeln kann."

Quelle: SN

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