Chronik

Covid-19-Fall am Landesgericht Salzburg hat Prozessausfälle zur Folge

Eine Rechtspraktikantin, zuletzt am Landesgericht in der Abteilung für Strafsachen tätig, wurde am vergangenen Freitag, 11. September, positiv auf Corona getestet. Mehrere Strafrichterinnen und -richter sind deshalb "unter Selbstbeobachtung" für zehn Tage im Homeoffice - die angesetzten Verhandlungen in ihren Abteilungen wurden abberaumt. Auch mehrere andere Rechtspraktikanten wurden nach Hause beordert.

Symbolbild.  SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Hans Rathgeb, der Präsident des Salzburger Landesgerichts, bestätigte am Dienstag auf SN-Anfrage, dass am vergangenen Freitag eine Rechtspraktikantin positiv auf das Virus getestet wurde: "Die Praktikantin war im Strafbereich tätig und war zuletzt bei einer Richterin als Schriftführerin bei Verhandlungen eingeteilt. Am Donnerstag wurde sie heimgeschickt, weil sie Covid-Symptome zeigte. Am Freitag wurde sie dann positiv getestet. Zur Absicherung sind wir sofort allen Kontakten der Praktikantin bei Gericht über den Zeitraum von einer Woche nachgegangen."

Die besagte Richterin ist inzwischen im Homeoffice - für insgesamt zehn Tage. "Auch mehrere andere Strafrichter arbeiten inzwischen von zu Hause aus - unter Beobachtung ihres Gesundheitszustands", so Rathgeb. Nachsatz: "Die angesetzten Strafverhandlungen bei diesen Richterinnen und Richtern wurden kurzfristig abberaumt."

Der Gerichtspräsident betont, dass man angesichts des positiven Falles "besondere Vorsicht" walten lasse. Auch mehrere andere Rechtspraktikanten, die mit der betroffenen Kollegin Kontakt hatten, müssen zumindest für zehn Tage daheimbleiben.

Betroffen vom positiven Covid-Fall ist auch ein Staatsanwalt. Auch er ist für insgesamt zehn Tage im Homeoffice. Dazu Barbara Fischer, Chefin der Anklagebehörde: "Der besagte Kollege vertrat die Anklage bei den jüngsten Verhandlungen, in denen die Rechtspraktikantin als Schriftführerin eingeteilt war."

Im Dunstkreis des positiven Covid-Falls wurde etwa am Dienstag ein Schöffenprozess gegen zwei mutmaßliche georgische Serieneinbrecher kurzfristig abberaumt.

SN-Recherchen ergaben, dass inzwischen das Gros der nun "in Selbstbeobachtung" zu Hause befindlichen Gerichtsbediensteten negativ getestet worden ist.

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