Chronik

Covid-positiv ordiniert: Pongauer Zahnarzt aus U-Haft entlassen

Pongauer Mediziner wurde inzwischen negativ getestet - laut Gericht sei deshalb der Haftgrund der Tatbegehungsgefahr weggefallen. Am 29. März wird dem Zahnarzt in Salzburg wegen vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten der Prozess gemacht.

Symbolbild.  SN/apa
Symbolbild.

Jener Zahnarzt aus Bad Hofgastein, der nach einem positiven Coronatest die damit verbundene Quarantäne-Anordnung der Behörde gleich zwei Mal ignoriert und seinen Ordinationsbetrieb fortgeführt haben soll, wurde am Dienstag aus der U-Haft entlassen. Wie Andreas Wiesauer, stv. Sprecher des Salzburger Landesgerichts, mitteilte, habe das Gericht die am 4. März verhängte U-Haft nun aufgehoben, weil der Haftgrund der Tatbegehungsgefahr weggefallen sei: "Die zuständige Bezirkshauptmannschaft hob die behördliche Quarantäne mit Ablauf des 15. März auf; zudem erbrachte ein gerichtlich veranlasster PCR-Test nun ein negatives Ergebnis". Bei dem Arzt, verteidigt von RA Kurt Jelinek, liege somit keine weitere Ansteckungsgefahr mehr vor.

Laut Strafantrag ignorierte Arzt die Absonderungsanordnung

Der Mediziner muss sich auf Basis eines Strafantrags der Staatsanwaltschaft am 29. März wegen vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten (Paragraf 178 Strafgesetzbuch) vor Gericht verantworten. Laut Strafantrag habe er trotz Kenntnis eines positiven Tests und eines mündlich verkündeten Absonderungsbescheids am 2. März ordiniert - und zwar zumindest bis zur Beendigung der Behandlung eines Patienten für die Dauer von rund einer Stunde. Insgesamt hätten sich dabei gleich fünf Personen im Nahebereich des Beschuldigten aufgehalten.

Dem nicht genug soll der Zahnarzt dann die Absonderungsanordnung neuerlich ignoriert und am Morgen des 3. März wieder in seine Ordination gegangen sein, um sich mit seinem Mitarbeiter und dort zu arbeiten. Dabei habe der Mediziner laut Strafantrag zumindest in der Ordination seinen Mund-Nasen-Schutz nicht in einer Art und Weise getragen, welche geeignet gewesen wäre, den Mund- und Nasen-Bereich vollständig zu bedecken.

Verteidiger Kurt Jelinek betonte, dass es bezüglich der damaligen Coronatests bei seinem Mandanten zu "Missverständnissen" gekommen sei: "Das wird sich alles in der Hauptverhandlung aufklären."

Aufgerufen am 28.10.2021 um 05:54 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/covid-positiv-ordiniert-pongauer-zahnarzt-aus-u-haft-entlassen-101153614

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