Chronik

Damen-Nachtslalom in Flachau: Hier arbeiten 450 Helfer mit

Beim Damen-Nachtslalom am Dienstag rechnet Flachau mit 15.000 Fans. Wegen der Neuschnee-Massen wurde die Star-Challenge für Montagabend abgesagt.

Es ist angerichtet: Die Pongauer Tourismusmetropole Flachau erwartet morgen, Dienstag, die besten Skirennläuferinnen der Welt zum 9. Damen-Nachtslalom. Mit 170.000 Euro Preisgeld ist er für die Weltcupdamen das bestdotierte Rennen des Jahres. Der Siegerin winkt ein Scheck mit rund 68.000 Euro. Nach den Neuschnee-Mengen wird die Piste auf der Hermann-Maier-Strecke rennfertig präpariert, das heißt: Das Zuviel der weißen Pracht muss entfernt werden. "Im Durchschnitt bleiben 1,80 Meter komprimierter Schnee auf dem Hang liegen", erzählt Pistenchef Stephan Tippelreiter. Ein bisschen Sorge macht ihm die Wetterprognose. "Da schlagen zwei Herzen in der Brust: Als Touristiker ist es wunderbar, wenn es schneit, für das Weltcuprennen ist das aber nicht ideal." Deshalb warten Sonderschichten auf ihn und sein Team: Neuschnee wird aus der Piste geschoben und dann maschinell über den Rennzaun geschleudert, sodass die Läuferinnen wieder auf der harten Grundbeschneiung fahren können.

Der viele Neuschnee hat zumindest das Vorabendprogramm des Rennens verändert: Die Star-Challenge - dabei fahren Prominente gemeinsam mit Salzburger Nachwuchsläufern einen kurzen Slalom - musste abgesagt werden.

Am Renntag selbst ist ein Heer von Helfern und Helferinnen im Einsatz. "Letztlich sind es 450 Leute", weiß Bettina Plank, Marketing-Verantwortliche der Bergbahnen Flachau.

Allein der Skiclub Flachau hat 180 Mitarbeiter auf der Rennstrecke. Sie sind für Sicherheitsnetze und Strecke verantwortlich, als geprüfte Kampfrichter im Einsatz und als Rutschkommando tätig. "Ein gewaltiger Aufwand, der nur mit engagierten Freiwilligen zu schaffen ist", erzählt Daniel Kaml. Der 31-Jährige, der vor wenigen Tagen zum dritten Mal Vater geworden ist, steht als Sektionsleiter alpin des USC Flachau an der Spitze dieses Kraftakts. Seine Arbeit beginnt schon im September. "Da rufe ich alle an, ob sie uns wieder helfen." Die Heinzelmännchen und -frauen kommen dann aus Flachau und Radstadt, aus Wagrain, St. Veit und Tamsweg, aus St. Martin/Tgb. und Eben. Eine besondere Verbindung gibt es nach St. Michael. Daniel Kaml: "Franz Kandler ist dort seit vielen Jahren ein großartiger Ansprechpartner für uns. Er kommt jedes Jahr mit Dutzenden Freunden zu uns." Das Rutschkommando stellt zum überwiegenden Teil die Skimittelschule Bad Gastein.

Wie wird man eigentlich Sektionsleiter alpin in Flachau? Daniel Kaml lächelt: "Da habe ich wohl ein Funktionärsgen in mir. Mein Vater war viele Jahre Obmann des USC Flachau." Seit Kindestagen war Daniel mit Michael Kaml auf den Rennstrecken unterwegs. Als vor einigen Jahren ein Generationenwechsel anstand, trat eine "junge Garde" in die Fußstapfen der Flachauer Weltcuppioniere. Neben dem Sektionsleiter sind das Rennleiter Martin Traninger und Streckenchef Thomas Aicher. "Wir sind ein Superteam", sagt Daniel Kaml. Es ist eine verantwortungsvolle und erfüllende Aufgabe, die er da zu bewältigen hat. Und wenn die letzte Läuferin im Ziel ist, trifft sich der harte Kern im Keller des Zielhauses. Daniel Kaml: "Das Garagenbier und die Jause dort sind inzwischen zum Ritual geworden."

Aufgerufen am 28.10.2021 um 02:46 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/damen-nachtslalom-in-flachau-hier-arbeiten-450-helfer-mit-63641584

Zefix, das wird noch ein Star!

Zefix, das wird noch ein Star!

Der Weg von Chris Steger, das ist einer, der steil nach oben zeigt. Die PN trafen ihn bei der Präsentation seines Debütalbums auf der Burg Hohenwerfen.

Kommentare

Schlagzeilen