Chronik

Damit junge Menschen vom Lungau aus die Welt bespielen

Junge, qualifizierte Menschen im Lungau zu halten, ist die Herausforderung. Damit das gelingt, wurde das Projekt "Weltideen aus dem Lungau" geboren. Es geht um benutzerorientierte Entwicklung.

Sie bringen das Projekt gemeinsam auf Schiene: Manfred Sampl, Andreas Spechtler und Wolfgang Pfeifenberger.  Bild: Perner SN/sw
Sie bringen das Projekt gemeinsam auf Schiene: Manfred Sampl, Andreas Spechtler und Wolfgang Pfeifenberger.  Bild: Perner

Die demografische Entwicklungsprognose des Lungaus ist düster. Abwanderung ist eines der zentralen Themen in der Regionalentwicklung. Um der prekären Situation rechtzeitig entgegenzuwirken, ziehen jetzt alle 15 Bürgermeister an einem Strang. LAbg. Manfred Sampl, Obmann des Regionalverbandes Lungau: "Wir müssen der Jugend eine Zukunft geben, sie für den Lebensraum Lungau begeistern."

Noch besser gelingen soll das mit dem Projekt "Biosphere Lab Lungau - Weltideen aus dem Lungau". Mit ins Boot geholt wurde Andreas Spechtler. 25 Jahre lang war er quer durch die Welt im Bereich Technologieentwicklung unterwegs. Mit seiner Firma Silicon Castles hilft er heute Start-up-Unternehmen beim Durchbruch. "Es geht um werthaltige Technologie, die zum Lungau passt. Die Ideen sind in der Region. Im Lungau gibt es außergewöhnliche Talente. Es wird kreativ, innovativ gedacht. Wir wollen diese Menschen mit ihren Ideen sichtbar machen. Die Welt ist ein Dorf. Das Dorf kann die Welt bespielen." Seit einem Jahr wird an dem Projekt gefeilt. Aufgrund von Familienverbindungen kennt Andreas Spechtler den Lungau von klein auf und ist nach wie vor mehrmals im Jahr hier.

Rund 500.000 Euro Budget stehen zur Verfügung. Getragen wird das Projekt neben dem Regionalverband auch von der Wirtschaftskammer Salzburg und den Lungauer Raiffeisenbanken, die sich auch finanziell beteiligen. LAbg. Wolfgang Pfeifenberger, Obmann der WKS-Bezirksstelle Lungau und Obmann der Raiffeisenbanken Lungau: "Wir wollen Arbeitsplätze sichern und neue Arbeitsplätze schaffen. Es geht um technisch affine Jobs. Als Raiffeisenbank wollen wir wieder zurück zum Ursprungsgedanken der Genossenschaft. Wir sind nicht nur Finanzdienstleister, sondern wollen auch eine Entwicklung der Region einleiten."

Auftakt ist Ende Mai/Anfang Juni mit einem Workshop. Dazu sind junge Menschen aus der Region, aber auch jene, die an einem anderen Ort studieren oder erfolgreich ihren beruflichen Weg gehen, eingeladen. Gerade ihnen will man Perspektiven für eine Zukunft im Lungau zeigen. In Teams wird dabei gemeinsam an Ideen gefeilt. Fünf Themenbereiche wurden gewählt:
- Technologischer Einsatz im Alltag zum Nutzen für Bauern. Neue Formen der Direktvermarktung.
- Freizeit und Sport
- Mobilität
- Entschleunigung
- Bildung

Andreas Spechtler: "Wir kreieren etwas gemeinsam. Es geht um eine breite Ideenfindung und geht hin bis zur Firmengründung mit potenziellen Investoren. Der Lungau ist hoch attraktiv für Start-ups. Wir bauen neue Firmen. Die digitale Transformation wird sehr schnell gehen. Rückständigkeit gibt es nicht mehr."

Manfred Sampl: "Wir wollen die Chancen der Region aufzeigen. Die technischen Voraussetzungen sind geschaffen und werden laufend weiterentwickelt."

Auskunft gibt Manfred Sampl unter 0 64 77/7772-14.

Quelle: SN

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