Chronik

Damit künftig viel Müll vermieden wird

Einwegbecher sind bei größeren Veranstaltungen ab sofort Geschichte. 2020 betrifft das Gebot auch Einweggeschirr. Abfall vermeiden ist angesagt.

Bei Theaterprojekten und Festen versorgt die LKV ihre Gäste selbst. Das Thema „Umweltfreundliche Gastlichkeit“ spielt dabei seit einigen Jahren eine große Rolle.  Perner
Bei Theaterprojekten und Festen versorgt die LKV ihre Gäste selbst. Das Thema „Umweltfreundliche Gastlichkeit“ spielt dabei seit einigen Jahren eine große Rolle. 

Schon 2009 gab es die Förderaktion "Umweltfreundliche Gastlichkeit" des Landes. Vor einem Jahr folgte die Novellierung des Salzburger Abfallwirtschaftsgesetz. Seit 1. Jänner tritt der Paragraf 7 - Abfallvermeidung bei Veranstaltungen - in Kraft. Aufgeteilt in zwei Teile betrifft es 2019 die Getränke. Ab 1. 1. 2020 betrifft es auch die Ausgabe der Speisen. Peter Pagitsch, Abfallwirtschaftsverband Lungau: "Grundsätzlich sehe ich diese Bestimmungen positiv. Es ist ein Beitrag zur Abfall- und Müllvermeidung. Veranstalter werden dadurch auch auf diese Thematik sensibilisiert und müssen sich damit beschäftigten."

Konkret betrifft es Veranstaltungen von 600 bis 2000 Besucher. Bei über 2000 Personen muss zusätzlich zu den Bestimmungen ein Abfallwirtschaftskonzept vorgelegt werden. "Ziel ist weniger Müll und eine ökologische Ausrichtung der Veranstaltung insgesamt. Auch das Thema Mobilität spielt dabei eine Rolle."

Zumindest 80 Prozent der Getränke sind ab sofort als Mehrweggebinde zu beziehen. "Bei der Ausgabe können Mehrwegbecher mit Pfand die Lösung sein. Am Ende bringt die Umstellung auch Vorteile für die Veranstalter. Speisen erhalten dadurch mehr Wertigkeit, Müll wird vermieden und die Veranstaltung wird dadurch aufgewertet." Für Fragen steht Peter Pagitsch jederzeit zur Verfügung. Vom Land Salzburg gibt es weiters ein kostenloses Beratungsangebot.

Österreichweit ausgezeichnet für die Ausrichtung so genannter "Green Events" wurde die Lungauer Kulturvereinigung. Geschäftsführer und Obmann Robert Wimmer: "Vor einigen Jahren haben wir unser Equipment umgestellt. Heute gibt es bei uns Mehrweggebinde. Einwegteller und Einwegbecher haben wir nicht mehr. Wir versuchen 99 Prozent der Lebensmittel regional zu beziehen. Bücher kaufen wir genauso wie DVDs oder Büroartikel im Ort. Interneteinkäufe und Einkäufe außerhalb des Lungaus schwächen unsere Region."

Die Ausstattung ist seit den letzten Jahren gewachsen. Heute gibt es für 250 Mahlzeiten einheitliches Besteck und Geschirr sowie Warmhaltebehälter. "Wir haben acht bis zehn größere Feste pro Jahr. Mit unserer Umstellung leisten wir einen kleinen Beitrag. Im Grunde ist es eine einmalige Anschaffung, von der man selbst dauerhaft profitiert. Die billigste Lösung ist auf Dauer nicht immer die beste. Es würde nie jemand billiges Motoröl oder billigen Sprit in sein Auto füllen. Wenn es um den Menschen geht, ist vieles aber egal."

Quelle: SN

Aufgerufen am 21.08.2019 um 08:13 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/damit-kuenftig-viel-muell-vermieden-wird-64058734

Schöne Heimat

Karnereck - Karnersee - Karneralm

Von Christa Kramer
21. August 2019
und eine Wiese aus Erika

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