Chronik

Das 30. Burgfest in Kaprun: Auf Zeitreise ins Mittelalter

Ritter, Gaukler, Falkner oder fahrendes Volk: Beim 30. Burgfest in Kaprun kamen Mittelalterfreunde wieder voll auf ihre Kosten. Die Veranstalter brauchen aber mittlerweile einen langen Atem.

Zum 30. Mal ließ der Burgverein Kaprun am Wochenende das Mittelalter wieder auferstehen. Über 600 Mitwirkende in 50 Gruppen aus Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn oder Weißrussland versetzten die aus dem 12. Jahrhundert stammende Burg und die Umgebung mit dem bisher größten Burgfest in die Zeit zwischen dem 6. und 15. Jahrhundert.

Im Laufe der 30 Jahre erhielt das Fest viele Auszeichnungen, darunter den Titel "Schönstes Mittelalterfest West-Österreichs". Hautnah wird der Alltag dargestellt, wie er das Dasein von Ritterschaften und Adelsgeschlechtern prägte. Auf einem Mittelalter- und Handwerksmarkt wurden alte Künste wie Tuchfärberei, Glasbläserei oder Schmieden gezeigt. Gaukler, Bader, Falkner oder fahrendes Volk waren zu sehen. Ritter schonten bei Schwertkämpfen, die echten sportlichen Charakter haben, weder sich noch Gegner. Nicht fehlen durften Musik mit mittelalterlichen Instrumenten wie Sackpfeife, Schalmei, Fidel, Trommel oder Trumscheit und anmutende Tänze betörender Frauen.

Hinter dem fröhlichen Treffen der Mittelalterfreunde steckt beinharte Arbeit des Burgvereins. Treibende Kraft ist Burg-Kaprun-Geschäftsführerin "Burghexe Misha della notte" Misha Hollaus. "Man braucht schon einen langen Atem und ein gutes Team, um so ein Burgfest über einen so langen Zeitraum auf die Füße zu stellen. Die Auflagen nehmen immer mehr zu. Aber die Mitwirkenden und Besucher geben uns mit ihrer Wertschätzung die nötige Kraft, das Fest auch weiterhin zu veranstalten." Der Erfolg gibt Misha Hollaus recht: Das Fest hat sich inzwischen zu einem der größten Veranstaltungen im Land Salzburg entwickelt.

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