Chronik

Das Eichamt schaut ins Punschhäferl

Neue Häferl auf den Adventmärkten müssen viele Kriterien erfüllen: Eichstrich, CE-Zertifizierung, Kennzeichen des Herstellers, Behördennummer.

Für die Betreiber der Punschstandln beim Wolfgangsee-Advent war es ein kleiner Schock: Aus dem Vorjahr stammende Punschhäferl dürfen nicht mehr verwendet werden. So das Urteil des Salzburger Eichamtes, das Kontrollen vorgenommen hatte. Die Konsequenz: Eilends mussten neue, gesetzeskonforme Häferl angeschafft werden. Das Warum erklärt Franz Wasenegger vom Salzburger Eichamt, der derzeit für die Überprüfung zuständig ist: "Es gibt Änderungen im Maß- und Eichgesetz inklusive einer EU-Richtlinie, die seit dem 31. Oktober dieses Jahres schlagend ist. Im Wesentlichen muss ein Gefäß nach der österreichischen Schankgefäßverordnung einen Füllstrich mit der Mengenangabe ausweisen, zusätzlich eine Kennzeichnung des Herstellers, das Herstellungsjahr und das europäische Verwaltungszeichen CE sowie eine vierstellige Nummer, die jene Behörde bezeichnet, die dies geprüft hat." Die Konsumenten hätten ein Anrecht darauf, jene Menge zu konsumieren, die auch angegeben sei. In der Vergangenheit seien bei manchen Tassen falsch gesetzte Eichstriche festgestellt worden. Im Ernstfall könne es zu einer amtlichen Verwahrung der Gefäße und Strafen kommen.

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