Chronik

Das Frauenhaus Hallein ruft selbst um Hilfe

Das Frauenhaus in Hallein muss die Nachtdienste aus Spenden bezahlen. "Uns reicht's", sagt Leiterin Doris Weißenberger.

Seit 23 Jahren arbeitet Doris Weißenberger im Haus Mirjam in Hallein. Genausolange kämpft sie schon um die Finanzierung und den Fortbestand. des Hauses.  SN/Andreas Kolarik
Seit 23 Jahren arbeitet Doris Weißenberger im Haus Mirjam in Hallein. Genausolange kämpft sie schon um die Finanzierung und den Fortbestand. des Hauses.

In drei Frauenhäusern finden im Land Salzburg Frauen Zuflucht, die sich und ihre Kinder in Sicherheit vor gewalttätigen Partnern bringen müssen. Die drei Einrichtungen in Salzburg, Hallein und dem Pinzgau sind so gut wie durchgehend voll.

"Die Anfragen werden immer mehr, zugleich sind die Anforderungen an unsere Arbeit massiv gestiegen", sagt Doris Weißenberger, Leiterin des Hauses Mirjam in Hallein, in dem acht Frauen und 14 Kinder Unterschlupf finden. "Mittlerweile haben fast alle Frauen, die zu uns kommen, jahrelange Gewalt hinter sich, sie sind schwer traumatisiert." Es dauere Monate, die Frauen so weit zu stabilisieren, dass es überhaupt möglich sei, mit ihnen Zukunftsperspektiven zu entwickeln und sie an ein selbstständiges Leben heranzuführen.

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