Chronik

Das Geschäft am illegalen Straßenstrich läuft wieder - zum Ärger der Anrainer

Die SPÖ fordert vom ÖVP-Bürgermeister mehr Kontrollen im Kampf gegen den illegalen Straßenstrich in Schallmoos. Preuner kontert: "Mehr geht nicht!" Seit 2012 wurden 995 Prostituierte angehalten.

Symbol Die Vogelweiderstraße ist der Hotspot für den illegalen Straßenstrich in Salzburg.
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Der illegale Straßenstrich im Stadtteil Schallmoos rund um die Vogelweiderstraße sorgt wieder für Ärger bei den Anrainern. SPÖ-Gemeinderätin Hannelore Schmidt sagt: "Anrainer klagen über unangenehme Szenen vor ihren Fenstern und Hauseinfahrten. Die Problematik ist weder neu noch unbekannt. Die bisherige Anzahl der Kontrollen scheint nicht auszureichen, weshalb es mehr Kontrollen geben muss." Sie fordert Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) zum Handeln auf. Bgm. Preuner sagt auf Anfrage: "Wir kontrollieren regelmäßig, etwa zwei bis drei Mal pro Monat. Zuletzt waren es immer weniger als fünf Prostituierte. Bei der letzten Kontrolle in der vergangenen Woche waren es wieder mehr, etwa 15 Damen. Auch wir stellen fest, dass es wieder mehr geworden ist." Ordnungsamt und die Polizei würden regelmäßig kontrollieren. "Mehr als kontrollieren können wir nicht. Wir können nicht jeden Abend draußen stehen, das übersteigt unsere Kapazitäten", sagt Preuner. Seit 2012 habe es 146 Kontrollen gegeben. Dabei habe es 2465 Anzeigen gegen 995 Prostituierte gegeben. Heuer seien es 256 Anzeigen gewesen. "Solange Männer dort hinfahren, ist das ein Phänomen, mit dem wir leben müssen, ob wir wollen oder nicht", sagt Preuner.

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