Chronik

Das Siegerprojekt steht fest

Das städtebauliche Großbauprojekt in der Josef-Leitgeb-Straße nimmt jetzt Formen an: Den Pongauer Nachrichten wurde das Siegerprojekt des Architektenwettbewerbes exklusiv vorgestellt:

Am Standort im Zentrum von Bischofshofen sind Miet- und Eigentumswohnungen sowie Verkaufsflächen geplant und die Geschäftszeile in der Bahnhofstraße findet so eine Fortsetzung: Die Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft (GSWB) hat dafür die Rahmenbedingungen und die Vorgaben der Stadtgemeinde übernommen. Mindestens 60 der insgesamt gut 100 barrierefreien Wohnungen sind geförderte Mietwohnungen und der Rest Eigentumswohnungen. "Wir haben Wohnraum für eine junge Zielgruppe, aber auch für alleinstehende ältere Menschen entwickelt", so Direktor Bernhard Kopf von der GSWB. Errichtet werden fünf Stockwerke und ein Dachgeschoß. Die Mieten sollen gering gehalten werden, es sind etwa Zweizimmerwohnungen unter 50 Quadratmeter dabei. In den oberen Geschoßen sind großzügigere Wohnungen für den Eigentumsbereich vorgesehen und das Erdgeschoß soll durchgängig - gemeinsam mit dem Hotelbetreiber - gewerblich "und durchaus lebendig mit Gastronomie genutzt werden".

Die GSWB hat im Vorjahr die Liegenschaften von den Bundesbahnen angekauft. Die ehemaligen ÖBB-Personalhäuser haben nun ausgedient und werden noch im November abgerissen, so Bgm. Hansjörg Obinger (SPÖ).

Insgesamt werden etwa 7500 Quadratmeter Wohnnutzfläche bebaut und 25 Mio. Euro investiert. Der Bau soll im Herbst 2019 gestartet und innerhalb von 16 Monaten fertiggestellt werden.

Auf dem Areal des ersten Personalwohnhauses Richtung Bahnhof ist der Bau eines Hotels mit 80 bis 100 Zimmern vorgesehen. Stadtchef Obinger bleibt zu konkreten Angaben bzgl. des künftigen Betreibers weiterhin noch zurückhaltend, "aber es gibt konstruktive und gemeinsame Gespräche zum Projekt".

Auf das Siegerprojekt mit begrünten Flächen, Spielplätzen und Fassaden ist man bereits jetzt stolz, denn "es wird den Herausforderungen einer gebotenen Verdichtung gerecht, ohne dass das charakteristische Bild verloren geht", so die Architekten, die sich massiv mit dem Umfeld beschäftigt haben.

"Das Projekt überzeugt mit einer linearen und differenzierten Baumassenverteilung und findet so unter allen Rahmenbedingungen und Zwängen eine hochqualitative städtebauliche Antwort", war die Bewertung der Jury mit Architekt Tom Lechner als Vorsitzendem. "Die gekonnte Strukturierung der Baumasse in Form einer rhythmischen Faltung reagiert positiv auf die städtische Umgebung und den menschlichen Maßstab. Darüber hinaus überzeugt die selbstbewusste und eigenständige Ausformulierung des Baukörpers für Eigentum und erzeugt so eine hohe Identifikation im städtebaulichen Gefüge."

Es gebe jedenfalls schon mehr Bewerber als Wohnungen, so Obinger, der auch die vielen Überlegungen, die hinter diesem langfristigen Projekt stecken, betont: "Wir wollen weiterhin ein lebendiger Ort mit einem persönlichen Charakter sein, und das ist ein weiterer Schritt zum attraktiven Wohnen im Zentrum. Wichtig ist mir der Wert des Miteinanders."

Aufgerufen am 24.10.2019 um 06:40 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/das-siegerprojekt-steht-fest-61183822

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