Chronik

Dauerhafte Verkehrsberuhigung der Innenstadt geplant

Die Salzburger Innenstadt soll ab dem Sommer dauerhaft verkehrsberuhigt werden. Nach der Aufregung bei einem ersten Versuchsprojekt im vergangenen Sommer scheint es nun in der Stadtpolitik einen Konsens zu geben.

Ziel ist es, den Durchzugsverkehr, der im Bereich Ferdinand-Hanusch-Platz 75 bis 80 Prozent des gesamten Aufkommens ausmacht, zur Gänze aus der Stadt herauszuhalten, erläuterte Verkehrsstadtrat Johann Padutsch am Dienstag am Rande eines Pressegesprächs.

Hinter verschlossenen Türen feilt eine Arbeitsgruppe aus Experten, Stadt- und Landespolitikern und Vertretern der Innenstadt-Wirtschaft an einer Lösung. Sieben Varianten wurden eingebracht, von denen inzwischen noch zwei mit jeweils einer Untervariante übrig geblieben sind, so Padutsch. "Wir sind nun in der Phase der Verkehrssimulation dieser vier Modelle, wobei die Simulation bis an die Stadtgrenze reicht", sagte Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ).

Über Details wollten sich die beiden noch nicht äußern. Sicher ist laut Schaden aber, dass es eine Verkehrsberuhigung im Bereich des Anton-Neumayr-Platzes mit einem sogenannten Shared Space - das ist eine Verkehrsfläche, die von verschiedenen Nutzern gemeinsam vollkommen gleichberechtigt genutzt werden darf - geben wird. Und auch für eine deutliche Beruhigung zwischen Ferdinand-Hanusch-Platz und Staatsbrücke scheint es breiten Konsens zu geben. "Wir wollen das ohne Sperren erreichen, sondern mit Geboten. Hier geht es sehr viel um das Atmosphärische", sagte Padutsch.

Nach Angaben des Bürgermeister soll bereits im März die Entscheidung auf eine Variante fallen, damit diese dann auch bis zum Sommer realisiert werden kann: "Ich bin sehr froh, dass der Prozess so läuft, wie er läuft. Es schaut sehr gut aus, dass es ein Ergebnis geben wird, das breit getragen wird." Die Regelung soll "365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag" gelten, so Schaden.Poller: Positive BilanzDie beiden Politiker nahmen am Dienstag auch zwei neue Poller in der Bergstraße und in der Priesterhausgasse in Betrieb, die die Einfahrt in die rechte Altstadt - sie ist Fußgängerzone - außerhalb der Ladezeiten für Unberechtigte verhindern soll. Dabei wurde auch über das seit Juni 2010 laufende Poller-Projekt in der Altstadt Bilanz gezogen. Die 16 versenkbaren und 45 fixen Metallzylinder haben dazu geführt, dass pro Tag rund 1000 unberechtigte Einfahrten weggefallen sind. Der Kfz-Verkehr in der Fußgängerzone ging damit um ein Drittel zurück.

Rückläufig ist inzwischen auch die Zahl der Unfälle mit Pollern, berichtete der zuständige Magistrats-Mitarbeiter Christian Morgner. In den ersten beiden Betriebsjahren wurden jeweils knapp über 200 Unfälle registriert, heuer gebe es einen Rückgang um rund 20 Prozent. Der überwiegende Teil sei auf ein Fehlverhalten des Lenkers zurückzuführen, wobei laut Bürgermeister Schaden die meisten Zusammenstöße ausgerechnet von Berufskraftfahrern verursacht werden. Ein Lenker soll schon dreimal einen Poller gerammt haben.

Quelle: SN, Apa

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