Chronik

"Den Blick aufs Ganze richten"

Die "Initiative Bürgerbeteiligung Radstadt" sorgt sich um die Gesamtentwicklung der Stadt: "Wir brauchen eine höchstmögliche Qualität in der künftigen Ortsplanung."

Auf dieser 8144 Quadratmeter großen Wiese sollen keine „einfachen Betonkörper“, sondern qualitativ-hochwertiger Wohnraum geschaffen werden. Die Initiative wünscht sich dafür mehr Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung. Bild:riedler  SN/sw
Auf dieser 8144 Quadratmeter großen Wiese sollen keine „einfachen Betonkörper“, sondern qualitativ-hochwertiger Wohnraum geschaffen werden. Die Initiative wünscht sich dafür mehr Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung. Bild:riedler

Entstanden ist die Initiative ursprünglich aus Anrainern, die sich vor gut eineinhalb Jahren zur geplanten Verbauung eines 8144 Quadratmeter großen, privaten Grundstückes formierte: "Die Bebauung mit sechs dreistöckigen und eher plumpen Betonkörpern rief Widerstand bei Anrainern hervor, weil diese weder zum gewachsenen Ortskern passen, noch in die Landschaft", sagt die Sprecherin der Gruppe, Mechthild Sperling.

"Schönster stadtnaher Planungsbereich"

Dieses zentrumsnahe Grundstück "Bahnwiese" befindet sich direkt neben der evangelischen Kirche. Der Architekt der Kirche, der Halleiner Jakob Adlhart, bezeichnet den Bereich als "schönsten stadtnahen Planungsbereich". In direkter Nähe befinden sich auch Kindergarten und eine Schule. Dazu fehlt jedoch noch ein umfassendes Verkehrskonzept für den sensiblen Wohnbereich.

Im Rahmen der Erweiterung der Stadlergründe und im Rahmen des Projektes "Neustadt" - mit einer Übertunnelung der Ennstal-Bundesstraße (B 320) nach Plänen von Architekt Gunther Kopplhuber - soll auch eine Ortskernstärkung passieren. "Wir wünschen uns, dass die Radstädterinnen und Radstädter bei diesen Projekten eingebunden bzw. umfassend informiert werden. Der aktuelle Projektstand sollte mit der interessierten Öffentlichkeit besprochen werden", so die gut 60 Personen umfassende Initiative, die darüber befremdet ist, dass es auch keine zusammenhängende Planung für die zukünftige Entwicklung der Stadt gebe:

"Der Blick sollte aufs Ganze gerichtet sein", so deren Forderung, "denn es gibt in Radstadt nicht mehr viele solche Flächen, die bebaut werden können, und wir wollen uns damit identifizieren können."

"Wollen nichts verhindern, aber Prozess begleiten"

"Es muss doch möglich sein, dass Fachleute eingebunden, Gestaltungsbeiräte installiert werden und im besten Fall ein Architektenwettbewerb stattfindet."

In die Initiative wurden neben Anrainern und Bürgerinnen und Bürgern der Stadt auch Mitglieder des Stadtmarketings einbezogen:

"Damit das deutlich ist: Wir wollen nichts verhindern, sondern wir wollen, dass Experten bauen. Die Frage ist nicht zuletzt, was die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt wollen und brauchen. Es sollen Maßnahmen gesetzt werden, um eine höchstmögliche Qualität in der Ortsplanung zu erreichen. Deshalb soll es im besten Fall einen Wettbewerb oder einen Bebauungsplan geben. Wir wollen dafür gerne mit Fachleuten aus unserer Initiative Bürgerbeteiligung Radstadt begleitend unterstützen."

Aufgerufen am 17.01.2021 um 12:28 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/den-blick-aufs-ganze-richten-80231470

Großformat in der Warteschleife

Großformat in der Warteschleife

Musiker, Autoren, Schauspieler, Veranstalter und alle anderen Akteure der Kunstszene sind in einem unbefriedigenden Stand by-Betrieb, der jedoch rasch hochgefahren werden kann.

Impfungen im Pongau sind angelaufen

Impfungen im Pongau sind angelaufen

Am 4. März 2020 gab es den ersten offiziellen Coronafall im Pongau. Seither gab es im Bezirk rund 5720 bekannte Infektionen und 87 Todesfälle. Nun wurde mit dem Impfprogramm begonnen.

Geburten

Kommentare

Schlagzeilen