Chronik

Denkmal für verunfallte Bauarbeiter in der Stadt Salzburg enthüllt

Gewerkschaft und AK hatten 2017 einen Wettbewerb ausgelobt: Der Entwurf von HTL-Schüler Benjamin Zsak ging daraus als Sieger hervor. Der Bau ist nach wie vor die Branche mit den häufigsten Unfällen. Fast jeder zehnte Bauarbeiter erleidet einmal im Jahr einen Unfall.

Andreas Huss (Landesgeschäftsführer Bau-Holz), Othmar Danninger (Landesvorsitzender Bau-Holz), AK-Präsident & ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder sowie der Künstler, HTL-Schüler Benjamin Zsak SN/gbh
Andreas Huss (Landesgeschäftsführer Bau-Holz), Othmar Danninger (Landesvorsitzender Bau-Holz), AK-Präsident & ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder sowie der Künstler, HTL-Schüler Benjamin Zsak

Im Vorjahr kamen in Österreich 22 Arbeiter bei Unfällen am Bau ums Leben. In Salzburg wurde ein tödlicher Unfall registriert. Die Gewerkschaft Bau-Holz und die Arbeiterkammer Salzburg setzten den bei der Arbeit verunglückten oder durch Berufskrankheiten verstorbenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern am Freitag in Salzburg ein Denkmal in der Hans-Webersdorfer-Straße in Salzburg-Süd. Hans Webersdorfer war Landessekretär der Gewerkschaft der Bau- und Holzarbeiter (1932 bis 1939) und erster Präsident der Arbeiterkammer Salzburg (1945 bis 1955).

Schüler der Bildhauerfachschule konnte die Jury überzeugen

Der Entwurf für das Denkmal stammt von Benjamin Zsak, einem 24-jährigen Schüler der Bildhauerfachschule der HTL Hallein. Die Bezeichnung "30/2017" nimmt Bezug auf die österreichweit 30 Arbeiter, die im Jahr 2017 bei Unfällen am Bau oder auf dem Weg zur oder von der Baustelle ums Leben gekommen waren.

Ermahnung für mehr Achtsamkeit, Umsicht und Rücksicht

Die Inschrift: "30 Bauarbeiter verunglückten im Jahr 2017 im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit tödlich. Dieses Denkmal wurde zum Gedenken an alle bei der Arbeit verunglückten oder an den Folgen von Berufskrankheiten verstorbenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer errichtet. Die Gewerkschaft Bau-Holz und die Arbeiterkammer Salzburg widmen es den Opfern sowie deren Hinterbliebenen. Möge uns dieses Denkmal auch eine Ermahnung für mehr Achtsamkeit, Umsicht und Rücksicht bei der täglichen Verrichtung unserer Arbeit sein."

"Der Kampf gegen Arbeitsunfälle darf niemals aufhören"

Andreas Huss, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz und AK-Präsident Peter Eder: "Der Kampf gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten darf niemals aufhören." In Salzburg ging die Zahl der Unfälle am Bau im Vorjahr von 1591 auf 1583 leicht zurück. Die Unfallrate reduzierte sich minimal: Auf 1000 Arbeitnehmer in der Branche kommen 89,42 Unfälle. Das heißt: Im Schnitt erleidet fast jeder zehnte Bauarbeiter einen Unfall pro Jahr. Damit ist der Bau nach wie vor die unfallhäufigste Branche in Salzburg.

Quelle: SN

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