Chronik

Der abgesagte Rupertikirtag findet doch statt - in verkleinerter Form

Das Volksfest geht mit acht Fahrgeschäften und Spielbuden, drei Ständen mit Naschereien und einem umfangreichen kirchlichen Programm über die Bühne. Zudem locken am 24. September Gratiseintritte in verschiedene Salzburger Museen, darunter die Landesausstellung im Salzburg-Museum, das Domquartier und verschiedene regionale Museen.

Rund um den Salzburger Dom sollen von 23. bis 27. September acht Fahrgeschäfte und Spielbuden sowie drei Stände mit Naschereien für Rupertikirtags-Stimmung sorgen. Im Bild: Schausteller-Chef Walter Deisenhammer, Citypastoral-Leiter Dominik Elmer, Bürgermeister Harald Preuner und Dompfarrer Roland Rasser.  SN/eds
Rund um den Salzburger Dom sollen von 23. bis 27. September acht Fahrgeschäfte und Spielbuden sowie drei Stände mit Naschereien für Rupertikirtags-Stimmung sorgen. Im Bild: Schausteller-Chef Walter Deisenhammer, Citypastoral-Leiter Dominik Elmer, Bürgermeister Harald Preuner und Dompfarrer Roland Rasser.

Nicht mit der Absage des beliebten Rupertikirtags zufriedengeben wollte sich die Salzburger Erzdiözese. Nun wird zu Ehren des Salzburger Landespatrons, des heiligen Rupert, dennoch ein Rupertifest stattfinden - an fünf Tagen, mit acht Fahrgeschäften und Spielbuden sowie drei Ständen mit Naschereien. Dazu ist ein großes kirchliches Programm geplant. Getränke werden übrigens nicht ausgeschenkt - für das leibliche Wohl sollen die umliegenden Gastronomiebetriebe sorgen.

Am Vorabend zu Ruperti, am 23. September, läuten die Glocken im Dom zu Salzburg die Ruperti-Festtage ein. Zwischen der Bischofskirche und dem Stift St. Peter steht ein umfangreiches kirchliches Programm an - mit Festgottesdiensten, Lichterlabyrinth, Führungen und Pilgerwanderungen.

Die Idee zum Rupertifest kam von Citypastoral-Leiter Dominik Elmer. Der junge Theologe setzte sich dafür ein, dass neben dem großen kirchlichen Programm auch die Unterhaltung Platz hat. "Die Erzdiözese ist auf uns zugekommen und hatte das Wohlwollen des Herrn Erzbischofs sowie des Herrn Dompfarrers dabei. Mit Unterstützung der Kirche haben wir im Schloss Mirabell und beim Herrn Bürgermeister schnell Gehör gefunden", berichtet Walter Deisenhammer. Er ist der Obmann des Landesverbands der Salzburger Schausteller. Coronabedingt ist seinen Kollegen und ihm in diesem Jahr das Geschäft komplett weggebrochen. Beinahe. "Einen kleinen Kirtag auf die Beine zu stellen war mit allen Vorgaben ein Kraftakt. Wir freuen uns sehr, dass er gelungen ist", sagt er. Von den 22 Mitgliedern des Landesverbands dürfen heuer nur vier Familien ihre Fahrgeschäfte und Buden präsentieren. Es seien jene, die den Kirtag von Anfang an begleitet hätten, betont Deisenhammer.

Nicht mehr als zehn Personen pro Fahrgeschäft

Um die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher der Ruperti-Festtage bestmöglich vor dem Coronavirus zu schützen, werde es vor jeder Bude mindestens einen Spender mit Desinfektionsmittel geben, heißt es dazu in einer Aussendung der Erzdiözese. Auf den Fahrgeschäften dürfen nicht mehr als zehn Personen auf einmal Platz nehmen. Beim Anstellen gelten die Abstandsregeln; dafür, dass diese eingehalten werden, sollen die Betreiber der Buden sorgen. Auch Hinweistafeln werden aufgestellt. Außerdem sorgen zwei eigens beauftragte Aufsichtskräfte dafür, dass das Fest bunt, aber sicher abläuft. Maximal 100 Kinder, Frauen und Männer dürfen sich den Planungen zufolge gleichzeitig zwischen Autodrom und Karussell tummeln.

Am 24. September wird Hanswurst für Stimmung sorgen, auch die Figur des heiligen Rupert wird wieder zu sehen sein. Und: Auf verschiedenen Plätzen soll Musik erklingen.

"Mehr war bei den derzeit geltenden Vorschriften nicht möglich", sagt ÖVP-Bürgermeister Harald Preuner. Er freue sich jedenfalls, dass das Fest in dieser Form stattfinden könne. "Zu Ruperti gehört das zu Salzburg. Wir haben so ein gutes Angebot für die Familien, ohne dabei ein großes Remmidemmi zu veranstalten - und den Schaustellern hilft es auch in ihrer heuer so schwierigen Lage", sagt der Bürgermeister.

"Das kirchliche Programm ist heuer noch deutlicher im Blickpunkt als sonst. Das ist gut, weil es eine Spur mehr an den Ursprung des Fests erinnert - nämlich daran, dass wir am 24. September den Gedenk- und Namenstag unseres Diözesan- und Landespatrons St. Rupert feiern", sagt Roland Rasser, Dompfarrer und Generalvikar der Erzdiözese Salzburg.

Quelle: SN

Aufgerufen am 23.11.2020 um 10:54 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/der-abgesagte-rupertikirtag-findet-doch-statt-in-verkleinerter-form-92899459

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