Chronik

Der Alterbach wird revitalisiert

Für Fische wird eine Rampe errichtet, das Flussbett wird aufgeweitet und der Hochwasserschutz verbessert.

 SN/robert ratzer

Der Alterbach entspringt in Koppl, verläuft nördlich der Wolfgangsee-Bundesstraße bei Guggenthal nach Gnigl, Sam und Itzling und mündet ca. 200 m vor der Autobahnbrücke in die Salzach.

Im Verlauf der letzten Jahrzehnte wurde der Bach reguliert und begradigt. Die Mündung in die Salzach wurde bei der Errichtung der Autobahn mit einem gerade verlaufenden Durchstich neu gebaut.

Die Stadt Salzburg plant nun eine Aufweitung des Baches. Er soll künftig nicht mehr gerade, sondern in Mäanderstrecken verlaufen. Sie Sohlschwelle wird naturnah umgebaut.

Der Bereich befindet sich im Bereich des Grabenbachsweg (rechtsufrig) sowie der Goethesiedlung (linksufrig), wenige Meter flussaufwärts von der Plainbrücke.

Dafür genehmigte der Bauausschuss der Stadt Salzburg am Dienstag einstimmig die Kosten von rund 360.000 Euro brutto. Davon soll der Bund das Projekt mit bis zu 216.000 Euro fördern, das Land mit bis zu 54.000 Euro. Der städtische Anteil soll demnach 90.000 Euro betragen.

Die Umbaumaßnahmen sind notwendig, um den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu entsprechen. Gleichzeitig soll ein Naherholungsraum für die Bevölkerung geschaffen werden. Die Hochwassersicherheit der rechtsufrigen Anrainer soll verbessert werden.

Auch der Rad- und Gehweg, der derzeit am Ufer des Alterbachs verläuft, muss umgebaut und auf vier Meter verbreitert werden. Dafür wurden Errichtungskosten von rund 300.000 Euro genehmigt.

Aufgrund der natürlichen Eintiefung der Salzach und der zusätzlichen Unterwasser-Eintiefung des Kraftwerkes Sohlstufe Lehen mündet der Alterbach derzeit mit einem Höhenunterschied von ca. 4,5 Meter in die Salzach und ist damit für Fische nur bei Hochwasser erreichbar.

Bereits vom Bauausschuss beschlossen wurde daher eine Pendelrampe - eine Aufstiegshilfe für Fische, die den Mündungsbereich in die Salzach für Fische passierbar macht. Diese soll noch heuer, gemeinsam mit den Revitalisierungsmaßnahmen, umgesetzt werden.

Der Bauausschuss genehmigte einstimmig die dazu notwendigen Herstellungskosten von rund 360.000,- brutto (davon sollen Fördermittel vom Bund bis zu 216.000,- und Land bis zu 54.000,- eingesetzt werden).

Durch die Revitalisierung muss auch der gewässerbegleitende Geh- und Radweg umgebaut und verbreitert werden. Für dessen Verbreiterung auf vier Meter wurden zusätzliche Errichtungskosten von rund 30.000,- genehmigt.

Quelle: SN

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