Chronik

Der Bau der 380-kV-Leitung ist voll im Gang

Zahlreiche Gerüchte zum Bau der neuen 380-kV-Leitung durch den Pongau erreichten die Redaktion der PN. Wir haben nachgefragt.

Das Umspannwerk in St. Johann wird im kommenden Jahr neu gebaut und bekommt eine zentrale Bedeutung für die Leitung. SN/sw/riedler
Das Umspannwerk in St. Johann wird im kommenden Jahr neu gebaut und bekommt eine zentrale Bedeutung für die Leitung.

"Derzeit arbeitet die Austrian Power Grid AG (APG) an drei von insgesamt sechs Baustellen, wir bezeichnen das als sogenannte Baulose", sagt Fritz Wöber, verantwortlich für die Projektkommunikation der APG.

Das "Baulos" drei ist rund 23 Kilometer lang und beinhaltet 84 Masten. Dieser Teil der 380-kV-Leitung verläuft ab dem Pass Lueg auf Pongauer Seite bis in das Gemeindegebiet von St Johann. Teil des Projektes ist die Mitführung einer 110-kV-Leitung der Salzburg Netz GmbH auf den 380-kV-Masten vom Pass Lueg bis zum neu zu errichtenden Umspannwerk in St. Johann. "Aktuell wird vor allem im Gemeindegebiet von Werfen gearbeitet", so Wöber. Die ausführende Firmen dafür kommen aus Oberösterreich, die Fundamente werden von der Firma Infrabau aus Eugendorf errichtet. Beton wird von einem Salzburger Sand- und Kieswerk geliefert.

Das Baulos Nummer vier mit einer Gesamtlänge von rund 17 Kilometern und 51 Masten verläuft von St. Johann bis nach Dienten (Hochkönig) und ist ebenfalls Teil der 380-kV-Leitung. Gearbeitet wird derzeit im gesamten Verlauf. Die am Projekt beteiligten Firmen kommen aus Italien, der Erd- und Betonbau erfolgt durch einheimische Firmen.

Das Baulos Nummer sechs ist Teil des Gesamtprojektes Salzburgleitung. "Hier wird aber eine 220-kV-Leitung vom neuen Umspannwerk Pongau bis nach Mayrdörfl/Wagrain gebaut, wo sie in eine bereits bestehende 220-kV-Leitung mündet", erklärt Wöhrer, "und die von Kaprun bis nach Mayrdörfl anschließend demontiert wird. Auf 14 km Länge werden 45 Masten errichtet. Gearbeitet wird derzeit unter anderem im Bereich Hochgründeck. Beim Bauabschnitt sechs arbeitet eine italienische Firma, der Beton kommt von zwei Salzburger Werken."

Im Pongau werden übrigens insgesamt 54,3 km Leitungen neu errichtet (380 kV und 220 kV) und Leitungen mit einer Länge von 67,6 km abgebaut (220 kV und 110 kV).

Das Umspannwerk (UW) Pongau in St. Johann wird im kommenden Jahr neu gebaut und ist elementarer Bestandteil des Projektes Salzburgleitung und künftig der zentrale Strom-Knoten für den Pongau. "Bislang gab es im Bezirk keine Anbindung an das Hochspannungsnetz der APG, aus dem das Land im Jahresschnitt mit rund 50 Prozent des benötigten Stroms versorgt wird. Mit dem neuen UW Pongau - in das sowohl die 380-kV-Leitung als auch die neue 220-kV-Leitung eingebunden werden - wird die Versorgungssicherheit im Pongau deutlich erhöht", betont Wöber.

Derzeit wird im Pongau überall gearbeitet, oft sind es Zufahrtswege zu den Maststandorten, die saniert bzw. neu errichtet werden. "An den Maststandorten selbst werden bzw. wurden bereits, wenn notwendig, Fällarbeiten durchgeführt."

Anschließend sollen die Erdarbeiten folgen, schließlich die Fundamente betoniert und die Masten Zug um Zug "gestockt" werden. Je nach Bauablauf werden an einigen Stellen die Masten bereits fertig sein, während an anderer Stelle erst die Vorarbeiten beginnen, stellt Wöber in Aussicht und ergänzt: "Wenn dann ein Großteil der Masten steht, wird schließlich mit den Seilzugarbeiten begonnen. 2025 werden die Leitung und die dazugehörigen Umspannwerke in Betrieb genommen", so seine Einschätzung.

Aufgerufen am 25.11.2020 um 10:26 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/der-bau-der-380-kv-leitung-ist-voll-im-gang-93258883

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