Chronik

Der Hochwasserschutz für Uttendorf ist fixiert

Verbauungen um 5,2 Millionen Euro werden 450 Gebäude in der Pinzgauer Gemeinde schützen.

Die Schäden der Katastrophe im Juli in Uttendorf waren enorm. SN/sw
Die Schäden der Katastrophe im Juli in Uttendorf waren enorm.

Die Verwüstungen durch eine riesige Mure in Uttendorf am 1. Juli 2019 sind im Gedächtnis geblieben. Der Manlitzbach hat nach starken Regenfällen innerhalb von nur 30 Minuten einen Schaden von 4,8 Millionen angerichtet. "Das ist allein der Sachschaden, aber auch Menschenleben waren hier gefährdet. Daher wusste ich schon beim ersten Lokalaugenschein am nächsten Tag, dass wir hier schnell die Bewohner schützen müssen. Mit dieser Unterschrift heute haben wir das besiegelt", sagte Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) am Freitag in Uttendorf.

Die Entschärfung der Gefahrenstellen wurden fixiert. 5,2 Millionen werden investiert, damit 450 Gebäude, zirka 1,6 Kilometer Landesstraße sowie die Trasse der Pinzgaubahn, sechs Kilometer Gemeindestraße und andere wichtige Infrastruktur vor weiteren Muren und Hochwasser, soweit es geht, geschützt werden. Die Kosten teilen sich Bund (60 Prozent), Land Salzburg (15 Prozent) und die Interessenten (25 Prozent). In zwei Jahren soll der Großteil fertig gestellt sein.

Der Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung Österreich, Florian Rudolf-Miklau unterstrich die Größe des Projekts in Uttendorf. "Es entstehen hier zwei neue Geschiebe-Rückhaltebauwerke, bestehende Sperren werden erhöht. Zusätzlich wird das Ufer um Siedlungsraum mit schweren Steinen gesichert und zwei neue Brücken errichtet. In steilen Bachabschnitten nahe der Waldgrenze werden die bestehenden Sperren erneuert und ergänzt."

Uttendorfs Bürgermeister Hannes Lerchbaumer (SPÖ): "Ich bin sehr dankbar, dass alles so schnell gegangen ist. Wer die Verwüstung gesehen hat und die vielen betroffenen Familien und Firmen, der hat gleich gewusst, dass wir hier etwas machen müssen. Und dass jetzt im Herbst schon losgelegt wird, ist für mich der beste Beweis, dass wir niemandem egal sind, das ist schön zu sehen."

Quelle: SN

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