Chronik

Der Kinderpsychiatrie in Salzburg fehlt Personal

Auf der Station für Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Christian-Doppler-Klinik (CDK) in Salzburg sind derzeit die fünf stationären Kinderbetten gesperrt, weil nicht genügend Pflegepersonal vorhanden ist.

Der Kinderpsychiatrie in Salzburg fehlt Personal SN
Weil Pflegekräfte für längere Zeit im Krankenstand sind, können derzeit keine Kinder mehr stationär aufgenommen werden. Symbolbild: SN/Bilderbox

Mehrere Pflegekräfte seien bis Ende Juli im Krankenstand, erklärt Leonhard Thun-Hohenstein, der Leiter der Jugendpsychiatrie. "Sie haben medizinisch handfeste Krankheiten."

Auf der Station stehen 20 Betten zur Verfügung, neun davon für Kinder (fünf stationär, vier tagesklinisch). Behandelt werden an der Universitätsklinik junge Patienten zwischen dem sechsten und dem neunzehnten Lebensjahr mit akuten psychischen Erkrankungen, in psychiatrischen Notfallsituationen und Lebenskrisen. Die Sperre ist ein Problem für Kinder aus betreuten Wohngemeinschaften. Nicht alle Kinder, die eine Behandlung bräuchten, könnten aufgenommen werden oder müssten früher entlassen werden, ist beim Land zu hören. Das Personal in den Wohngemeinschaften sei mit dieser Situation überlastet.

Thun-Hohenstein kann das nicht nachvollziehen. Die Warteliste sei fast abgearbeitet. Derzeit stünden darauf acht Kinder. "Oft haben wir 20 Kinder auf der Warteliste." Grundsätzlich sei in der Kinderpsychiatrie genug Pflegenachwuchs zu finden. An der Universitätsklinik gebe es sogar eine Warteliste für Pflegepersonal. "Die Pflegekräfte wollen hier arbeiten, aber es gibt keine Pflegestellen."

Die Fachhochschule in Puch-Urstein verabschiedet demnächst die ersten Absolventinnen und Absolventen des 2009 in Österreich eingeführten Pflegestudiums. Im Gegensatz zur Gesundheits- und Krankenpflegeschule an den Salzburger Landeskliniken (SALK) hält sich der Zulauf zu dem Bachelorstudium noch in Grenzen. Bei Interessenten und Bewerbern führen die zwei Ausbildungswege mitunter zu Verwirrung.

((sn-beg).)

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