Chronik

Der Klimawandel macht dem Fisch des Jahres in Salzburg zu schaffen

Die Bachforelle wurde zum Fisch des Jahres gewählt. Die Bachforelle ist eine der Hauptfischarten in Salzburg. Trotzdem sind lokale Populationen gefährdet.

Die starke Erwärmung von Flüssen und Bächen ist für die Bachforelle ein Problem.  SN/lmz/clemens ratschan
Die starke Erwärmung von Flüssen und Bächen ist für die Bachforelle ein Problem.

Die Bachforelle wurde per Online-Voting zum Fisch des Jahres 2020 gewählt. "Sie ist eine unserer Hauptfischarten und nicht nur deswegen schützenswert", sagt Landesrätin Maria Hutter. Auch wenn sie grundsätzlich weit verbreitet sei, und von den Mitgliedern des Fischereiverbands gut gehegt werde, seien lokale Populationen durchaus gefährdet. Die Bachforelle (Salmo trutta) bevorzugt sommerkühle, sauerstoff- und strukturreiche, schnell fließende Gewässer, in denen sie als dominierende Fischart beheimatet ist.

Die Rückzugsräume für den Kaltwasserfisch werden knapp

Als Kaltwasserfisch wird die Bachforelle vermutlich einer der Verlierer steigender Temperaturen sein: "Bei zu starker Erwärmung der Bäche und Flüsse kann die dieser Fisch nur mehr flussaufwärts in kühlere Bereiche ausweichen. Wird das nasse Element in den Oberläufen mengenmäßig knapp - aufgrund fehlender Niederschläge, Trockenheit und Wasserentnahmen - fehlt auch dieser Rückzugsbereich, der verfügbare Lebensraum verkleinert sich oder verschwindet gänzlich", heißt es.

Der Fisch des Jahres liebt die Vielfalt an Strukturen

Die Bachforelle benötigt eine Vielfalt an Strukturen im Gewässer, damit sie sich bei Gefahr zurückziehen kann. Vor allem Unterstände, wie unterspülte Ufer, große Steine und Felsen, Totholzansammlungen und Wasserpflanzenbestände sind für sie essenziell. Für ihren Nachwuchs benötigt sie Kies als Laichgruben, der sauerstoffreich durchspült wird. Fehlen diese Elemente im Gewässer, so gerät die Bachforelle immer mehr ins Hintertreffen.

Renaturierungen als Mittel für die Artenvielfalt

Eine weitgehende Beschattung der Gewässer durch standorttypische Ufergehölze ist unter diesen Gesichtspunkten besonders wichtig: nicht nur als Schattenspender, sondern auch als wertvoller Lebensraum für zahlreiche Insekten, die zugleich Nahrung für die Fische sind. "Selbst der kleinste Bach kann den Fischen als Lebensraum dienen, deshalb müssen wir darauf achten, diese bestmöglich zu erhalten. Das hilft unseren Gewässern, aber auch der Bachforelle und der Artenvielfalt", sagt Landesrätin Hutter. "In Salzburg sind wir hier mit zahlreichen Renaturierungen bereits auf einem sehr guten Weg."

Quelle: SN

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