Chronik

Der Mann mit dem Gespür für Schnee

Fritz Steger ist in den nächsten Tagen mit seinem Team stark gefordert, um eine perfekte Strecke in den Schnee am Zwölferkogel zu zaubern. rachersberger
Fritz Steger ist in den nächsten Tagen mit seinem Team stark gefordert, um eine perfekte Strecke in den Schnee am Zwölferkogel zu zaubern.

Die "Durststrecke" mit Regen und zu warmen Temperaturen ist vorbei. Anfang der Woche hielt der Winter Einzug im Pinzgau - so auch auf der Rennstrecke am Zwölferkogel. Das bedeutet in den nächsten Tagen viel Arbeit für Pistenchef Fritz Steger und seine Dutzenden Helfer. Es gilt, die Schneemassen renntauglich zu präparieren. "Aufreißen, wässern, zumachen", klärt der Hinterglemmer Hotelier über einige Schritte auf. "Jetzt braucht's von mir aus bis zum Rennen nicht mehr schneien."

Steger ist seit rund 15 Jahren Vize-Obmann im Schiclub Saalbach-Hinterglemm und bei den unzähligen Rennen für die Strecke verantwortlich. Er trat in große Fußstapfen, denn sein Vater Herbert Steger war unter anderem bei der WM 1991 als Streckenchef im Dienst. "Viel gelernt habe ich auch von Pistenraupen-Spezialist Christian Gensbichler, der war damals schon viel mit meinem Vater unterwegs."

In seiner Funktion muss Fritz Steger die Piste rennfertig an die Rennverantwortlichen übergeben. "Ich habe ein sehr gutes, funktionierendes Team um mich herum, angefangen bei meinem Stellvertreter Hannes Gensbichler und den Betriebsleitern der Hinterglemmer Bergbahnen, Markus Schlosser und Markus Fresacher. Der Gensbichler Harry ist zum Beispiel ein Genie, was die Beschneiung anbelangt, der Richie Mayr ein alter Fuchs als Raupenfahrer. Ohne diese ,Manda' bin ich eine Null." Er könne gut mit den Leuten, sagt Steger, und es wisse jeder, dass er seiner ehrenamtlichen Funktion mit viel Herzblut nachgehe.

Weltcup, das bedeutet im Glemmtal Zusammenhalt pur, wie die Mannschaft der Bergbahnen und des Schiclubs schon in den vergangenen Wochen bewiesen hat. Nichts anderes als perfekte Bedingungen wollen sie den besten Skifahrern bieten. "Zurzeit sind 40 bis 50 Mann im Einsatz, am Renntag werden es bis zu 200 sein", sagt Bartl Gensbichler.

Was kann den Pistenchef noch ins Schwitzen bringen? Steger: "Der Wetterbericht. Jetzt ist der Schnee da - und wir müssen Vollgas geben, dass was draus wird. Eine Portion Angst und Zweifel ist immer dabei. Aber das treibt mich an."

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