Chronik

Der neue "Held" der Putzbrigade soll aus Puch kommen

Die LXM Group in Puch, eigentlich Dienstleister in der Luftfahrtbranche, legt im Corona-Krisenjahr den Fokus auf neuartige Hygienelösungen.

Masken, Schutzausrüstung, Desinfektionslösungen etc.: Hygiene ist "dank" Corona eines der großen Themen des Jahres - 2019 war das noch ganz anders. Als die Lasker Cross-Media GmbH (LXM) 2019 begann, eine antibakterielle Folie für die Flugzeugklapptische zu entwickeln, sei das noch kein Thema für die Airlines gewesen, sagt Gründer und Geschäftsführer Roland Haagen aus Oberalm: "Das hat sich stark geändert. Nach dem im Frühjahr der Lockdown ist uns ziemlich schnell klar geworden, dass wir grundsätzlich neu denken müssen, und wir haben uns intensivst mit dem Thema Hygiene weiterbeschäftigt."

LXM mit Sitz im Wissenspark Puch-Urstein ist eigentlich ein Servicedienstleister für die Luftfahrtbranche, von Lackierung und Folierung über technische Kennzeichnungen bis zu Werbemöglichkeiten im Flieger.

Ein Roboter, der Oberlfächen und Raumluft selbstständig desinfiziert

Nun vertreibt vertreibt das Unternehmen künftig aber in Österreich und den Nachbarländern den Desinfektionsroboter HERO21 (engl. Held), in Partnerschaft mit der Entwicklerfirma ICA und der Ruhr-Universität Bochum. Der autonom arbeitende Roboter desinfiziert Oberflächen und Raumluft mittels UVC-Strahlung. "Dabei handelt es sich um elektromagnetische Strahlung, die anders als herkömmliche Desinfektionsmittel auf einem physikalischen Wirkprinzip beruht und somit eine umweltfreundliche Alternative darstellt", erklärt Co-Geschäftsführer Christian Szabo. Desinfektion mittels UVC-Strahlung werde seit Jahrzehnten erfolgreich in der Trinkwasseraufbereitung und in der industriellen Lebensmittelerzeugung eingesetzt.

"Unser Ziel ist es, 30 bis 50 Roboter 2021 in den Einsatz zu bekommen" sagt Roland Haagen. Zum Beispiel in Krankenhäusern und Seniorenheimen, aber auch in Messehallen, Kongresszentren, Fabriken, Flughäfen, Flugzeugen, etc. Allerdings weniger über den Verkauf, vielmehr über ein Verleih-Modell: "Ein Roboter mit Ladestation und Schulung kostet mehr als 70.000 Euro. Heutzutage haben die Unternehmen nicht das Budget für solche Investitionen."

Ein monatelanger Schutzschild auf den Oberflächen

Neben dem Desinfektionsroboter ist LXM mittlerweile auch Generalimporteur für eine "antimikrobielle Beschichtungslösung" - ein Mittel, das auf harten Oberflächen über Monate hinweg Bakterien, Viren und Mikroben abtötet. "Der aufgetragene Schutzschild wirkt sechs Monate lang auf stark genutzten Oberflächen wie Türgriffen, Lenkrädern oder Aufzugtastaturen, bis zu zwölf Monate auf wenig strapazierten Oberflächen."

Auch neue Möglichkeiten im angestammten Business-Bereich

In seinem eigentlichen Hauptmetier, der Flugzeugbranche, arbeitet LXM derweil für die Zeit nach Corona an einem Virtual-Reality-Training für Flugzeugcrews und Flughafenmitarbeiter: "Drei deutsche Flughäfen sind schon mit an Bord", freut sich Haagen. "Das ist die absolute Zukunft, was die Technologie in unserem angestammten Business angeht. Das wird uns nachher noch sehr, sehr beschäftigen, aber zuerst müssen wir einmal Geld verdienen, um durch die Corona-Zeit zu kommen."

Aufgerufen am 22.01.2021 um 01:23 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/der-neue-held-der-putzbrigade-soll-aus-puch-kommen-95762632

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