Chronik

Der Pinzgauer Teil von Stille Nacht

Die Autoren des Salzburger Festungsverlags begaben sich auf Spurensuche.

Ihr neuer „Reiseführer“ ist erschienen: Marlene Shirley und Werner König mit „1.000 Kilometer Stille Nacht“.  SN/sw/andreas rachersberger
Ihr neuer „Reiseführer“ ist erschienen: Marlene Shirley und Werner König mit „1.000 Kilometer Stille Nacht“.

Beide sind sie eng mit dem Pinzgau verbunden. Marlene Shirley ist Saalfeldenerin, Werner König hat seinen zweiten Wohnsitz hier. Dennoch sei oft die Frage aufgekommen, warum sie die Präsentation ihres neuen Buches "1.000 Kilometer Stille Nacht" im Schloss Ritzen durchführten, und nicht in der Landeshauptstadt. König in seinen einleitenden Worten: "Dies hat einen plausiblen Grund: Zum ersten Mal in der 200-jährigen Geschichte von ,Stille Nacht' hat der Pinzgau ein kleines Wörtchen mitzureden. Bis dato waren nur der Flachgau (erstmalige Aufführung des Liedes), der Tennengau (Wohn- und Sterbeort von Franz Xaver Gruber), der Pongau (Wohn- und Sterbeort von Joseph Mohr) sowie der Lungau (Entstehung des Textes) mit den Geschehnissen verbunden."

Bei diversen Recherchen haben die Autoren eine Originalzeichnung des Orgelbauers Karl Mauracher gefunden - von der ersten Orgel, die er für Saalfelden gebaut hatte. "Dies war aber nur ein kleiner Schritt, der uns eigentlich nicht weiterbrachte. Karl Mauracher hat über 50 Orgeln gebaut. Damit einen Bezug zum Pinzgau herzustellen, wäre doch ein bisschen weit hergegriffen." Also hieß es, weiter zu suchen. Beim x-ten Besuch im Stille Nacht Museum Mariapfarr entdeckten sie schließlich ein wegweisendes Dokument. Eine Aufzeichnung von Mauracher, in der er festhielt, dass sein Weg von Fügen nach Oberndorf immer über den Gerlos Pass führte. "Wenn dem so war, musste der Orgelbauer mit den Noten und dem dazugehörigen Text fast durch den gesamten Pinzgau eilen. Wer die Geschichte des Liedes kennt, der weiß, dass es ohne Mauracher nie diesen Bekanntheitsgrad erlangt hätte."

Shirley und König erkundeten die einzelnen Wege von der Entstehung des Liedtextes, der drei Jahre später entstandenen Komposition bis hin zur weltweiten Verbreitung des Liedes. "Das Buch ist ein Reiseführer für alle, die an Musik, Kunst und Natur interessiert sind. Wir haben die Geschichte des Liedes genauso recherchiert wie die Zeit, in der es entstanden ist. Vor allem auf die Schönheiten des Landes haben wir nicht vergessen und einige Gustostückerl unter die Lupe genommen. So zum Beispiel die Pinzgauer Pieta, das Vogelparadies in Weidmoos, den schönsten Blick auf die Bischofsmütze oder den einmalig schönen und interessanten Johanniswasserfall."

Der "Reiseführer" ist im Buchhandel erhältlich und bestellbar. ISBN: 978-3-200-05738-8. Online: festungsverlag-salzburg.at

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