Chronik

Der Salzburger Rupertikirtag soll für Frauen sicher sein

Veranstalter setzen Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung. Kontrollen aus Angst vor Terroranschlägen wie beim Münchner Oktoberfest gibt es nicht.

Der Salzburger Rupertikirtag soll für Frauen sicher sein SN/wildbild
Der Rupertikirtag in der Salzburger Altstadt wird am Mittwoch eröffnet.

Frauen werden beim 40. Salzburger Rupertikirtag, der am Mittwoch beginnt, mit einer Reihe von Maßnahmen vor sexuellen Belästigungen geschützt. Der Grund: In der vergangenen Silvesternacht ist es in Salzburg, Köln und anderen Städten zu massiven Übergriffen vor allem durch Männer aus Nordafrika gekommen. Berüchtigt wurde das "Antanzen", bei dem sich Männer den Frauen tanzend nähern, um sie zu belästigen oder zu bestehlen. Bei Veranstaltungen, auf denen sich viele Menschen auf engem Raum drängen, ist man deshalb vorsichtiger geworden.

Man sei mit allen Behörden im Kontakt, darunter auch mit der Polizei und dem Frauenbüro, um Übergriffe beim Rupertikirtag hintanzuhalten, sagt die Leiterin des Altstadtmarketings, Inga Horny. "Man muss sich darüber Gedanken machen. So sind die Zeichen der Zeit."

Eine Maßnahme sei es, mehr Platz und Raum zu schaffen. Horny: "Wir haben beim Kirtag keine Situation mit Bühnen, wo sich vorn die Leute ballen." Und im Festzelt habe man einige Bierbänke weggenommen. "Die Durchgangsbreite bei den Gängen wird dadurch vergrößert und es ist mehr Platz zum Flanieren vorhanden. Wir haben schon beim Linzergassenfest an einer Engstelle einen Stand weggenommen, damit es nicht zu Ballungen kommt." Solche Ballungen werden oft für sexuelle Belästigungen ausgenützt, weil sich die Täter in der Masse verstecken können. Durch das größere Platzangebot hätten Frauen die Möglichkeit, ungewollten Berührungen auszuweichen.

Ein großer Schritt zu mehr Sicherheit für Frauen ist für Horny auch, nicht wegzuschauen. Überall auf dem Gelände seien Menschen unterwegs, die dort arbeiten. "Die haben wir angesprochen. Sie sollen aufmerksam sein und es melden, wenn es zu Belästigungen kommt." Zudem wurde die Zahl der Security-Mitarbeiter leicht erhöht.

Beim Münchner Oktoberfest, das am Samstag startete, gibt es aus Angst vor Terroranschlägen heuer Zutrittskontrollen. Das Gelände wurde eingezäunt. Große Rucksäcke und Taschen darf man nicht mitnehmen. Derartige Vorkehrungen gebe es in Salzburg nicht, so Horny. Das Gelände sei offen. Es gebe keine Bedrohung.

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