Chronik

Der Schulweg mit den Öffis ist oft eine Odyssee

Oft würde ein Direktbus nur wenige Minuten fahren. Weil dieser fehlt, brauchen Schüler Stunden für den Schulweg. Nun machen sie Druck.

Der Schulweg mit den Öffis ist oft eine Odyssee SN/airclick
Christina Laßhofer hat kein Verständnis dafür, dass sie jede Woche viele Stunden im Postbus verbringen muss – wie viele andere Schülerinnen und Schüler auch.

Christina Laßhofer ist verärgert. Denn die Schulsprecherin des Multiaugustinums in St. Margarethen im Lungau hätte eigentlich nur einen kurzen Schulweg - wenn da nicht das Problem mit den Öffis wäre. Sie wohnt im Nachbarort Mauterndorf. Die 17-Jährige berichtet: "Mit dem Auto wären das nur fünf bis zehn Minuten. Aber wenn ich um 15.15 Uhr aus habe, gibt es die Möglichkeit, über eine Stunde auf den nächsten Bus zu warten, damit ich endlich um 16.30 Uhr zu Hause bin. Oder ich fahre mit dem anderen Bus über Tamsweg - was ein großer Umweg ist und auch eine Stunde dauert." Der einzige Bus, der direkt von St. Margarethen nach Mauterndorf fahre, fahre um 17 Uhr ab. Aber auch freitags, wenn die Schule bereits um 12.45 Uhr zu Ende sei, sei es nicht viel besser, sagt die Viertklasslerin: "Da fährt der Bus auch erst um 13.20 Uhr - aber nach St. Michael. Dort muss ich nach Mauterndorf umsteigen und bin also inklusive Wartezeit wieder 45 Minuten unterwegs."

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