Chronik

Deutscher soll in Salzburg mehrere Autokäufer um 600.000 Euro betrogen haben

Ein 53-jähriger Deutscher, der in Salzburg Inhaber einer Autofirma war, sitzt in der Justizanstalt Puch-Urstein in U-Haft. Der Mann soll mit mehreren Personen in Betrugsabsicht Kaufverträge über hochpreisige, aus den USA zu importierende Autos abgeschlossen haben. Demnach kassierte er für mutmaßlich fünf bestellte Luxusfahrzeuge insgesamt rund 600.000 Euro - Fahrzeuge wurden jedoch nie geliefert.

Symbolbild.  SN/ www.bilderbox.com
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Einer der Geschädigten, ein 40-jähriger Deutscher, hatte bereits im November 2018 bei der Staatsanwaltschaft Salzburg Anzeige gegen den 53-jährigen Landsmann und mutmaßlichen Großbetrüger erstattet. Demnach wollte der 40-Jährige bei dem Beschuldigten, der Inhaber einer Autofirma in Salzburg war, ein hochpreisiges Fahrzeug aus den USA kaufen und importieren lassen. Es kam auch zu einem Kaufvertrag - das Fahrzeug wurde allerdings nie geliefert. Dem 40-jährigen Deutschen entstand dabei ein Schaden von rund 80.000 Euro.

Die Salzburger Kriminalpolizei nahm daraufhin intensive Ermittlungen auf und klärte noch weitere Betrugsfälle, die auf das Konto des 53-jährigen Deutschen gehen sollen. "Er hat noch mit weiteren drei Käufern, mit zwei Salzburgern im Alter von 48 und 56 Jahren und mit einem 63-jährigen Deutschen, Kaufverträge abgeschlossen und ihnen die Lieferung der Fahrzeuge garantiert", so Polizeisprecherin Valerie Bachler. Laut den Angaben des Beschuldigten sei es aber immer zu unerwarteten Komplikationen gekommen, weshalb die jeweilige Lieferung ausgeblieben sei.

Die Polizeibeamten erwirkten in der Folge einen Europäischen Haftbefehl, nachdem sie ermitteln konnten, dass sich der 53-jährige Deutsche in Europa aufhält. Schließlich klickten für den nunmehr Beschuldigten im Jänner dieses Jahres in Venedig die Handschellen - italienische Polizisten nahmen den 53-Jährigen in einem Hotelzimmer in der Lagunenstadt fest.

Wie Polizeisprecherin Bachler gegenüber den SN sagte, habe der Beschuldigte mutmaßlich einen Gesamtschaden von rund 600.000 Euro verursacht. Der Mann sei nicht geständig und habe nur eingestanden, seine Firma offenbar schlecht geführt zu haben. Inzwischen wurde der 53-Jährige aus Italien ausgeliefert und in die Justizanstalt Salzburg nach Puch-Urstein überstellt.

Brisant: Laut Salzburger Polizei steht der 53-Jährige im Verdacht, auch bereits in Deutschland gleich gelagerte Betrügereien begangen zu haben. Über die Anzahl der Fälle und die Schadenshöhe in Deutschland lagen Polizeisprecherin Bachler keine weiteren Informationen vor.

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