Chronik

Deutschland kontrolliert rund um die Uhr an Salzburger Grenze

Autofahrer müssen sich vom 15. Dezember an auf Rund-um-die-Uhr-Kontrollen an den Autobahn-Grenzübergängen zwischen Deutschland und Österreich einstellen.

Deutschland kontrolliert rund um die Uhr an Salzburger Grenze SN/robert ratzer
Grenzkontrollen zwischen Salzburg und Bayern.

Bayern wird die deutsche Bundespolizei bei den Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze unterstützen. Bei Salzburg, Passau und Kufstein wird ab Mitte Dezember rund um die Uhr kontrolliert. Das kündigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Montag nach einer Vorstandssitzung der Regierungspartei CSU in München an.

Die fallweisen Grenzkontrollen zwischen Österreich und Deutschland waren im Vorjahr im Zuge der Flüchtlingskrise eingeführt worden und wurden zuletzt erneut verlängert. Bisher fanden die stichprobeartigen Kontrollen größtenteils tagsüber statt, nun sollen sie zu allen Tages- und Nachtzeiten stattfinden.

Eine Hundertschaft kommt zur Unterstützung

Möglich wird dies, weil bayerische Bereitschaftspolizisten künftig die Bundespolizei bei den Grenzkontrollen unterstützen werden - zunächst eine Hundertschaft. Darauf haben sich Bayern und der Bund nach langen Debatten verständigt. Bayern hatte dem Bund schon wiederholt Hilfe bei den Kontrollen angeboten, das Angebot wurde aber bisher abgelehnt. "Das ist ganz klar ein Erfolg für uns", sagte der CSU-Politiker Herrmann.

Herrmann sagte, die bayerischen Kräfte an der Grenze könnten in Zukunft noch aufgestockt werden. Dass der Bund im Gegenzug die Zahl seiner Polizisten verringern könne, sei laut Vereinbarung nicht geplant. Ziel sei es, mehr Übergänge rund um die Uhr zu kontrollieren, was bisher nicht geschehe. Dabei gehe es nicht nur um den Aufgriff von Flüchtlingen und Schleppern, sondern auch um die Entdeckung von Drogenschmugglern, Einbrechern und Terrorverdächtigen, sagte Herrmann.

In den vergangenen Monaten wurden an der Grenze weiter heimlich einreisende Flüchtlinge aufgegriffen, die vermehrt die gefährliche Überfahrt in Gütertransporten versuchen. Die Zahl der Einreisenden war im Vergleich zum Vorjahr in den vergangenen Monaten allerdings deutlich kleiner.

Quelle: Apa/Dpa/Reuters

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