Chronik

Diakonissenspital in Salzburg-Aigen ist in vier Jahren Geschichte

Die Privatklinik Wehrle-Diakonissen wird ab 2022 nur mehr am Standort im Andräviertel betrieben. 30 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs.

Bis 2022 wird in Aigen noch operiert. Dann übersiedelt die Klinik ins Andräviertel. SN/robert ratzer
Bis 2022 wird in Aigen noch operiert. Dann übersiedelt die Klinik ins Andräviertel.

Die Privatklinik Wehrle-Diakonissen wird künftig nur mehr am Standort im Salzburger Andräviertel betrieben. Die frühere Diakonissenklinik in Aigen wird es ab 2022 nicht mehr geben. Und zehn Prozent der 320 Mitarbeiter der beiden Privatspitäler werden ihre Jobs verlieren. Das wurde der Belegschaft der Krankenhäuser am Dienstagnachmittag bei einer Betriebsversammlung mitgeteilt.

Im Jahr 2014 wurden die Wehrleklinik und das Diakonissenspital zur Privatklinik Wehrle-Diakonissen zusammengeführt. Bereits damals habe man gesagt, dass man die Kliniken an einem Standort führen wolle, sagt Verwaltungsdirektorin Ines Weiher.

Privatklinik ab 2022 im Andräviertel

Diesen Standort hat man nun gefunden. Ab dem Jahr 2022 soll die Privatklinik nur mehr am ehemaligen Standort der Wehrleklinik im Andräviertel geführt werden, sagt Weiher. "Das alte Gebäude bleibt erhalten. Zudem können wir den Standort dort so erweitern, dass wir künftig genügend Operationssäle zur Verfügung haben und auch ein neues Tagesklinikzentrum errichten können."

Das frühere Diakonissenspital wird es also ab 2022 nicht mehr geben. Bis dahin wird aber an dem Standort in Aigen noch intensiv operiert. Denn ab September 2018 stehen die Räumlichkeiten der Wehrleklinik wegen des Umbaus nicht zur Verfügung. In den Standort in Aigen wird sogar noch investiert, um einen reibungslosen Betrieb für die kommenden vier Jahre garantieren zu können. So musste bisher das Operationsbesteck vom Andräviertel nach Aigen gefahren werden, da man dort nicht sterilisieren konnte. Im Juni wird die neue Sterilisation in Aigen fertig.

"Für 50 Prozent der Leute haben wir bereits passende Angebote"

Bei den 30 Mitarbeitern, die ihren Job verlieren, handelt es sich um Personal aus der Pflege und der Verwaltung. "Für 50 Prozent der Leute haben wir bereits passende Angebote aus anderen Häusern", sagt Weiher.

Die künftigen Pläne für das frühere Diakonissenspital sind derzeit noch offen. Das Gebäude gehört dem Diakoniewerk, der Grund der Stadt.

Die Privatklinik Wehrle-Diakonissen gehört zu 40 Prozent dem Diakoniewerk und zu 60 Prozent der PremiQaMed-Gruppe, die eine 100-Prozent-Tochter der Uniqa-Versicherung ist.

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