Chronik

"Die Begeisterung fürs Skifahren ist ungebrochen"

Weihnachtsferien: In der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern etwa lag die Gästefrequenz bei circa 80 Prozent im Vergleich zu Vor-Corona-Jahren.

Auch Jessica, Marlene und Lara (von links) aus Mittersill nutzten die Ferien zum Skifahren – so wie zahlreiche begeisterte Urlauber. Das Foto entstand auf der Resterhöhe bei Mittersill.   SN/sw/kitzski
Auch Jessica, Marlene und Lara (von links) aus Mittersill nutzten die Ferien zum Skifahren – so wie zahlreiche begeisterte Urlauber. Das Foto entstand auf der Resterhöhe bei Mittersill.  

Der Geschäftsführer der Ferienregion heißt Roland Rauch; er ist außerdem "Hausherr" im Mittersiller Nationalparkzentrum.

Rauch bestätigt das gefühlte Empfinden der PN-Redaktion: "Überall war ab Weihnachten bis zum Ende der Ferien sehr viel los. Auf genaue Zahlen kann ich jetzt noch nicht zurückgreifen, aber man kann von etwa 80 Prozent Nächtigungen im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie ausgehen."

Bild: SN/sw/christa nothdurfter
Roland Rauch, GF Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern: „Es gab auf allen Kanälen positive Rückmeldungen.“

Rauch lobt die Flexibilität der Beherbergungsbetriebe und der Bergbahnen: "Die Corona-Maßnahmen wurden durchwegs professionell umgesetzt, ich bin richtig stolz auf alle. Aber so, wie es ausschaut, müssen sie weiterhin flexibel bleiben - die Themenstellungen ändern sich immer wieder."

"Wird das Jännerloch heuer noch größer ausfallen als früher?"

Und was ist mit dem sogenannten "Jännerloch"? Wird es heuer noch größer als sonst ausfallen? Rauch: "Das ist schwierig zu sagen, weil das jeweilige Wetter an den Wochenenden eine entscheidende Rolle spielt. Wenn die Prognose gut ist, buchen viele Gäste ganz kurzfristig. Für das kommende Wochenende schaut es laut aktuellem Stand (Anm. d. Red.: 10. Jänner) ja schon mal nicht schlecht aus."

Überhaupt sieht Roland Rauch das Wetter in den Corona-Wintern sozusagen als Glück im Unglück: "Wenn man bedenkt, dass es Winter gab, in denen es bis zum 5. Jänner nicht geschneit hat, so hatten wir in dieser Saison bisher einen Traumwinter - ebenso wie 2020/21. So entstehen wunderbare Bilder und rundum zufriedene Gäste. Die Urlauber, die jetzt hier gewesen sind, haben uns viel positives Feedback hinterlassen. Entweder in direkten Gesprächen, per E-Mails und auf unseren Social-Media-Kanälen. Auch unsere neue Nationalpark-Wintercard wurde super angenommen."

"Den nachhaltigen Wert von Schulskikursen haben alle erkannt"

Von den Beherbergungsbetrieben und Tourismusverbänden, mit welchen das Ferienregion-Team in stetem Austausch ist, kommen die gleichen Eindrücke. "Vor allem sehen wir, dass die Begeisterung für den Ski- beziehungsweise Wintersport nach wie vor groß ist." Ein Thema, das schon vor der Pandemie eines gewesen ist und jetzt noch mehr, sind die Schulskikurse. "Sobald Corona vorbei ist, müssen diese von der Politik, vom Tourismus und von den Schulen wieder stark unterstützt werden. Ich gehe davon aus, dass dies passiert; den nachhaltigen Wert dieser Kurse haben alle erkannt. Und ich glaube auch nicht, dass die Schulen in der Zeit der Krise alternative Angebote für sich entdeckt haben - vor allem eben im Hinblick auf die ungebrochene Freude am Skifahren."

"Den einen sind die Regeln zu streng, den anderen zu lax"

"Wir hatten Top-Skitage in den Weihnachtsferien. Mit rund 20.000 Wintersportlern pro Tag lagen wir im selben Bereich wie vor der Pandemie", sagt Christian Wörister von der Marketing- bzw. Presseabteilung der Kitzbüheler Bergbahnen. Das Skigebiet "KitzSki" liegt mit Einstiegen in Mittersill und Hollersbach zum Teil im Pinzgau. International bekannt ist es vor allem auch durch das Trainingscenter auf der Resterhöhe, das von zahlreichen Skiverbänden genutzt wird. Und natürlich durch die Skirennen in Kitzbühel. Sie sollen auch heuer fix über die Bühne gehen, und zwar von 21. bis 23. Jänner.

Wörister: "Die Veranstaltung wird auch heuer unsere Skipisten und die Hotelbetten füllen; auch auf Pinzgauer Seite. Wir sind ganz froh, wenn wir zwischenzeitlich ein bisschen durchschnaufen können."

Bild: SN/sw/christa nothdurfter
Christian Wörister, KitzSki: „Wir hatten jetzt ungefähr gleich viele Skifahrer wie vor Corona.“

Wörister bestätigt, dass es immer wieder zu Diskussionen mit den Wintersportlern kommt: "Den einen sind die Corona-Regeln zu streng, den anderen erscheinen sie zu lax. Die meisten freuen sich aber einfach, dass sie wieder Ski fahren können."


Zur Sache: Die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern

In der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern sind 19 Salzburger Nationalparkgemeinden vertreten. Der Großteil davon befindet sich im Pinzgau - die Orte von Krimml bis Piesendorf sowie Bruck, Fusch, Rauris und Embach bei Lend. Mit Bad Gastein, Hüttschlag und Großarl liegen die drei weiteren im benachbarten Pongau.

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Aufgerufen am 22.05.2022 um 12:45 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/die-begeisterung-fuers-skifahren-ist-ungebrochen-115364191

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